Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 6.1882

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che sia il vero originale...... Et agiungo che piu volte il Volterra

Architetto se ne dolse meco della tristitia äelli muratori, attento, che
esso credeva, che come facevano d cottimo, dubitarono di fare la fatica,
e non esset" pagati, et esso Volterra non n' andava se non la /Sera, di
modo che se non vedeva quel Pugno, e la Gamba, non ne haveria sa-
puto cosa alcunau.

Eine andere nahezu gleichlautende Handschrift befindet sich
unter Nr. 2706 ebenfalls in der Ottoboniana, eine dritte, mit der
Signatur XX. VI. 49. versehen und wie die übrigen dem 17. Jahr-
hundert angehörend, in der Biblioteca Casanata.

Was den Zeitpunkt jener Entdeckung betrifft, so war ich nicht
im Stande, denselben genau zu bestimmen. Nach dem Itinerario
Nibby's zwar und der Descrizzione di Roma von Fea, hätte der
Cardinal Enrico Caetani die Restauration der Kirche und den Bau
seiner eigenen Capelle im Jahre 1598 durch Francesco da Volterra
vornehmen lassen. Dem widersprechen aber die Angaben über das
Todesjahr des genannten Architekten, für das nach Nagler 1580,
nach Nibby selbst 1588 anzunehmen wäre. Baglione, der darüber
wohl unterrichtet sein konnte, sagt in seinem schon 1642 veröffent-
lichten Werke, dass die Hauptthätigkeit Volterra's in das Pontificat
Sixtus V. gefallen und der Künstler noch während desselben in
jungen Jahren gestorben sei. Die Auffindung der Gruppe ist daher
keinesfalls nach 1590, am wahrscheinlichsten aber in das vorletzte
Decennium des 16. Jahrhunderts zu setzen.

In die zahlreichen, während der letzten Jahrhunderte erschie-
nenen Beschreibungen der Stadt Rom fand die obige Nachricht, so
weit mir eine Vergleichung möglich war, keinen Eingang, nur eine
kleine 1867 in zweiter Auflage publicirte Guida di Roma von
Angelo Pellegrini erwähnt mit kurzen Worten die Thatsache der
Auffindung, die in das Jahr 1597 verlegt wird. Da die Notiz aber
trotzdem, wie es scheint, von archäologischer Seite noch keinerlei
Berücksichtigung gefunden hat, dürften diese Zeilen nicht ganz
überflüssig sein und vielleicht zu weiteren Nachforschungen Anlass
geben.

Dr. HUGO v. TSCHUDI.
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