Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 6.1882

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3. Thönerne Lampe, gef. im Juni 1882 in Laibach auf dem Dürr-
schen Gartengrunde ausserhalb der Mauthschranken von St. Christoph
inmitten bedeutender Asehenreste, daneben ein Glasfläschchen. Auf
dem abhebbaren Deckel der Lampe eine Maake; auf der Unterseite:

FORTIS

Inschriften aus Kärnten.

(Mittheilung des Herrn Baron Karl Hauser in Klagenfurt
nebst Abklatschen).

1. Ära, gef. im Mai 1882 im Schlösschen Töltschach am Zoll-
felde beim Umbau des Wirthschaftsgebäudes 7 von der Besitzerin
des Gutes dem Museum in Klagenfurt geschenkt, wo dieselbe be-
reits aufgestellt ist:

HERCV Li

A V G a SA Cr
Q_V ART VS
B V R R I * /
V • S - L • f|*

2 Gef. von dem Bezirksrichter von Völkermarkt, Herrn Wil-
helm Semen, am Lamprechtsberge:

PRIMVS
CELSI • FIL
F ECIT

Sarkophag aus Sissek.

(Mittheilung des Herrn F. Dutzmann in Sissek nebst Ab-
klatsch ; ungenau veröffentlicht in der Wiener Allgemeinen Zeitung
vom 16. Mai 1882.)

Sarkophag aus weissem Marmor, 2 M. lang, 1 M. breit, 75
Centim. hoch; der Deckel fehlt und ist anscheinend gewaltsam ab-
gebrochen worden; gef. im Mai 1882 in Sissek anlässlich einer
Grundaushebung, in sehr geringer Tiefe auf einem Postament von
gleichartigem Marmor ruhend. Die Nebenseiten sind ohne Schmuck,
die hintere Langseite ungeglättet. Die vordere Langseite ist in
drei Felder getheilt: in dem Mittelfelde die Inschrift; in dem Felde
links eine männliche stehende Figur mit der Toga bekleidet, in der
L. eine Rolle haltend; in dem Nebenfelde rechts ein Knabe mit
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