Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 6.1882

Seite: 115
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1882/0119
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
115

onisf) Faustinus et M(arcus) Viihius?) Ro\ma]nus? m{agistri) c(oUegii)
G{alatarum?) cet. C. I. L. III n. 1394, welches aus dem nahen Al-
gyogy = Germisara stammt, nennt dasselbe Collegium der Galater,
es scheint demnach, dass die Galater sowohl in Germisara als in
Micum collegia gehabt haben.

57. C. I. L. III n. 1353. Votivaltar aus grauem Trachyt, 082 h.,
0'45V2 br. In Maros-Nemeti, im Parke des vormals Graf Gyulai'schen,
jetzt Graf Geza Kuun'schen Schlosses. Den Stein hat Graf Kuun
1881 in einem Winkel des Parkes zur Hälfte in die Erde gesunken
vorgefunden; Mommsen konnte ihn darum nicht sehen. Revidirt.
Z. 1 i-o-m; Z. 5 leg-ini-ff

58. Neu. Votivaltar aus grauem Augit-Andesit, 0'41 h., 0*27
br. Im Besitze des hist.-arch. Vereines in Deva. Mit barbarischen
Buchstaben:

silvanodo
mestico •s •
sie c ■ rviiia - px

Z. 3 Claudia ?) Ru[f]i[l]a p(ro) [s(uis)] ?

59. Neu. Grabstein aus sandigem Muschelkalk, 1*23 h., 0 72
br. Bei Herrn Julius Boss, Bahn-Ingenieur in Deva, aber von ihm
schon dem genannten Vereine in D6va geschenkt. Gefunden 1879
bei Bahnarbeiten. Unter einem halbkreisigen Medaillon, in dem
zwei weibliche und unter diesen zwei Mädchen-Büsten in Relief
sichtbar sind:

d m
antonia ojaeta
vix ■ anxxxiiiet
ntoniavu.enti
' 5 nafilvixnxii

an-tonivs- SIC
v^ent-fil-metso
bmp

Z. 7 miatri) et so{rori) cet.

60. Neu. Grabstein aus Muschelkalk, gewiss Veczeler Prove-
nienz, l-36 h., 0-92 br. In Zam, im vormals Baron Nopcsa'schen,
jetzt Dr. Lekisch'schen Garten. Am oberen Theile des Grabsteines,
der ein Dreieck bildet, sind rechts und links ruhende Löwen ange-
bracht; in der Mitte des Dreieckes steht der Kopf eines Mannes
in Relief, darunter eine ausgemeisselte oblonge Vertiefung dermalen
mit Mauerwerk ausgefüllt:

8*
loading ...