Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 6.1882

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Z. 4 olae Cim[.....]

61. Neu. Grabstein aus rothem Augit-Andesit, in drei Stücken,
037 h., 0,221/o~ 0,441/o br. Im Besitze des hist.-arch. Vereines in
Deva:

''SD ASSI •

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K-S-Fr

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Z. 3 — 4 [miles] n(umeri) M[au\r{orum) m................

....us vixi[t] cet. (vgl. E. E. II n. 380 und C. I. L. III n. 6267, in
welchen wahrscheinlich von eben demselben Militärcorps die Rede
ist). An m(ilitavit) [annis .. . mensib]us . . . vixit kann man nicht
denken, denn der kleine Raum zwischen vs und vixii (Z. 4) schliesst
diese Lesung aus.

Tibiscum.
Zsuppa.

(C. I. L. III p. 246)
Tibiscum lag, wie es Theodor Ortvay bewiesen hat (s. Archaeo-
logiai Közlemenyeh X [1876] p. 1—48 und E. E. IV ad n. 197) bei
Zsuppa im Temes-Thale am Zusammenflusse des Temes und Bisztra-
Flusses. Ein Theil der hier gefundenen Inschriften (alle gewiss nicht)
kam durch die Vorsorge des einstigen Militär-Grenzcommando's
nach dem Stabsorte Karänsebes. Die wichtigen Inschriften C. I. L. III
n. 1551 und 1552 sind gewiss auch dieser Provenienz und nicht vom
sogenannten Ovidthurme am Münte - mic, wie angegeben wird,
welcher Thurm wohl ein Donjon des XV. Jahrhunderts (vom König
Sigismund oder Johannes Hunyadi erbaut, aber gewiss nicht des un-
glücklichen Poeten) ist. Die vom genannten Commando gesammelten
und in den verschiedenen Militärgebäuden in Karänsebes aufbewahrten
Zsuppaer Inschriften wurden nach der Auflösung der Militärgrenze
vom FML. Baron Scudier mit manchen inschriftlichen Denkmälern
aus Mehadia und Titel (die ich weiter unten anführe) an den süd-
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