Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 6.1882

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Zsuppa gefunden wurden (wenn nicht auch n. 62 und 64 dieser
Suite derselben Provenienz sind).

71. E. E, II n. 443. Weissmarmorne (?) Ära votiva, 1 13 h.,
040 br. Gefunden im Sommer des Jahres 1872 im Potok genannten
Stadttheile. Jetzt im Besitze des südung, hist. - arch. Vereines in
Temesvär. Revidirt:

i ■ o ■ m • d
ivlivs-

valentinvs
/lamen-m-t;-

5 prosalvtem slc

SIC svamsvorvm
qve OMN1VM
£nt\bernivm SIC
-v-l-m-p-

Z. 4 nach t stand wie es scheint nichts mehr, Platz hätte ohne-
dem nur ein einziger Buchstabe, etwa b.

72. Neu. Grabstein aus rothbraunem Augit-Andesit, 108 h.,
050 br. Gefunden in Karänsebes (Potok?). Jetzt im Museum des
südung. hist.-arch. Vereines in Temesvär. Geschenk des H. Sigis-
mund v. Ormos, Obergespan des Temeser Comitates. Die letzte
Zeile ist palmyrenisch.

d m M
fl-gvras- I iddei
//tIO-EXN palmvr
//xiT-ann-mil-mi
5 / / n xx i ■ ael • h ab ib
/// tifethb'm-p

Z. 2 las ich nach zweimaliger Inspizirung des Steines im
Jahre 1881 / fl ■ qmasiiddei , aber wie es sich herausgestellt hat
fehlerhaft. Indem nämlich Herr Professor Nöldeke in Strassburg,
dem die letzte palmyrenische Zeile zur Entzifferung Collega Gold-
ziher überschickte , in derselben den Namen gvras fand, unterzog
ich die auf äusserst rauher Oberfläche mit kaum lesbaren Buch-
staben angebrachte Inschrift 1882 einer weiteren Revision , wobei
sich ergab, dass H. Nöldeke vollkommen Recht hat, die betreffende
Zeile 2 enthält nämlich richtig fi\avius) gvras iddei. Die Lesung
dieser Inschrift ist demnach folgende: D(is) m{anibus) Fl(avius)
Guras Jiddei (filius), [op]tio ex niumero) Palmur(enorum) [vi]xit ann(is)
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