Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 6.1882

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Theil übrig blieb, welcher gegenwärtig von den Schiffsleuten als
Pfad verwendet wird, eingehauen war. Revidirt:

I e O ö M
VEXIL ö LEG

t\ /////VII ■ CL
S// C V R A
G es LIClW ß RVFIl^ 7

Z. 2-5 vexil{latio) leg[ionis] VII Cl{audiae), s[ub] cura G{aii)
Licini Rufini centurionis.

84. C. I. L. III n. 6299. Grabdenkmal aus Kalkstein, 0-30 h.,
0*42 br. In der östlichen Aussenmauer der Südbastei der Ramaer
Brankovics'schen Burg. Revidirt:

p ec • MVinv7\
FRATRET1EF res

(ja___________m y

Z. 1 dec(urio) mun(icipi>) [ Vim[inacii) ....]

85. C. L L. III n. 1644 und p. 1021 Addit. ad n. 1644. In
der nordwestlichen Ecke der Westseite derselben Bastei rechts vom
Burgthor, umgedreht eingemauert. Wegen der Höhe konnte ich
den Stein nicht messen. Revidirt:

TIB • CL • VALE^V

/

VET • LEGVi/

VIXIT-AX

Z. 2 vet(eranus) leqiionis) VI[i Cl{audiaej\ • Z. 3 vixit a(nnos)
X[.....].

Viminacium.

(c. i. l. hi p. 264—265).

In der vom Despoten Serbiens Georg Brankovics 1432 erbauten
prächtigen, vielthürmigen Burg Semendria an der Donau, deren Rui-
nen eine wirkliche Zierde jener Donaugegend bilden, sind mehrere
römische Inschriftsteine und sonstige Denkmäler bei dem Baue der
Burg eingemauert worden, die gewiss aus den Ruinen des nahen
Viminacium herrühren. Leider sind diese Monumente so hoch und
die meisten dazu noch unglücklicherweise umgedreht in die Mauern
der Burg und der vielen Thürme angebracht, dass ich selbe nur mit
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