Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 6.1882

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grosser Mühe (fast in allen Fällen auf das Fernglas b eschränkt)
und nach zweimaliger Inspizirung (1880, 1881) copiren konnte.

86. Neu. Votivaltar aus Conglomerat, 1'7 h., 0*47 br., umge-
dreht eingemauert in die Aussenmauer des Thurmes, der neben dem
sogenannten 'Krstata Kula (Kreuzthurm, an der Westseite der Burg)

SIC VAI ■ KARVS

VO ■ LIBV
IS S - OL

Z. 2—4 Valerius) Karus voitum) lib(ens) vis(u) sol(vit).

87. Neu. Ära votiva auf der Südseite des südöstlichen Eck-
thurmes in der Ecke umgedreht und so hoch, dass ich sie nicht
messen konnte, eingemauert:

CERERI

AVG
C ' SEVIRIVS
VALENS DEC
5 ETQAEST
MVNIC-AEL-
VIMOB HON

Z. 4 — 8 dec(urio) et quaest(orius) munic(ipii) Ael(ii) Vim(inacii)
ob hon(orem) [d]ecur[ionatus, .. .]. Sicherlich nicht identisch mit C.
I. L. III n. 1654. Fehlerhaft mitgetheilt Viestnik hrvatskoga archeo-
logickoga druztva IV (1882) p. 10 n. 3.

88. In der westlichen Aussenmauer des vierten vom Burgthore
links liegenden Thurmes unter einer Mithras-Darstellung. Da der
Stein ziemlich hoch eingemauert ist, konnte derselbe nicht ge-
messen werden. Am Anfang der Z. 2 sind ungefähr 11 Buchstaben
eradirt; der untere Theil so weit als angedeutet, ist mit Malter
beworfen: / /

I II nilllll!\DEC • AEDIL •
COL ■ VIM - EXVQX.QjjyLP^_.

D{eo) \i(nvido) M(ithrae)]........... dec{urio) aediUicius) co-

l(oniae) Vim(inacii) ex voto [l(ibens)] mierito) p(osuit).

89. Neu. In der Wölbung der oberen Etage des Dvorska ulaza
kula genannten Eingangsthurmes in die innere Burg, umgedreht
und in solcher Lage eingemauert, dass ich den Stein nicht nur nicht
messen, sondern selbst die Inschrift nur mit Hilfe des Fernglases
copiren konnte:
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