Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 6.1882

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100. Neu. Unter dem Gesimse des vom Eingang zur inneren
Burg rechterhand (südlich) liegenden zweiten Thurmes, an der linken
Ecke ist ein Inschriftstein umgedreht eingemauert, wegen der Höhe
kann man aber aus der Inschrift selbst mit dem Fernrohr ausser
den Buchstaben cocceivs nichts erkennen; es scheint ein Grabdenk-
mal zu sein.

Ausser diesen inschriftlichen Denkmälern enthalten noch die
Mauern Semen dria's folgende inschriftliche Monumente: a) in der
innern rechtsseitigen Seitenmauer des Thores des n. 90 bezeichneten
Thurmes ist ebenfalls ein Inschriftstein eingemauert, der aber wegen
der Verwitterung der Buchstaben und des dieselben bedeckenden
Mooses unleserlich ist; b) in der Mauer zwischen demselben Thurme
und der südöstlichen Eckbastei ist ein weissmarmorner Votivaltar
eingefügt und zwar mit seiner inschriftlichen Hälfte rechtshin an
die Mauer, wodurch man die Inschrift nicht sehen kann; c) in der
südlichen Seitenmauer des vom Eingang zur inneren Burg vierten
Thurmes, unter dem Gesimse ungefähr in der Mitte (aber näher
zur linken Ecke) ist ein Inschrift-Votivaltar eingemauert, aber mit
der Inschriftseite links nach innen umgedreht.

In Kosztolacz, in dessen Gebiete die grossartigen Ruinen Vi-
minacium's liegen, fand ich bei dem serbischen gr. n. u. Pfarrer
Stefa Nikolics, einem eifrigen Sammler der römischen Denkmäler,
folgende drei Inschriftsteine:

101. E. E. IV n. 212. Grabstein aus Muschelkalk, 2'36 h.,
0 93 br. Revidirt.

D M -
Q_- HELVIVS • PROBvs
VET-LEG-VIICL-
VIX- ANN- LIII
5 H ■ S ■ E •

PONTIA OPTAta
CONIVGISVOPI
EI>J • BEN • JVER • POS
Q_- FELVIVS OPTATvs
10 P AÜ. SVO PI BEMLr

P Q-SJVI.T

Z. 10 ... .pi(entissimo) be(ne) meriito).

102. Neu. Grabstein aus Muschelkalk, 0-69 h., 0*57 br.:
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