Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 6.1882

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Z. 2 s in o."— J{ovi) o(ptimo) in(aximo) pro salute redu(ci) 1m-
p{eratoris) Marc(i) Aur{eli) Antonini Aug(usti) et Juliae (seil. Domnae)

Augiustae) matris castro(r)um, [Lae]tus Eu[.....S]urus dec{urio) co-

[l(oniae) Ä\sassii v(otum) l(ibens) [p(osuit)]. Es ist wahrscheinlich,
dass diese colonia Asassium, wenn überhaupt meine Lesung richtig
ist, mit Asamum des Antoninischen Itinerars, Ansamo der Notitia,
Ansamon des Ravennas, Anasamo der Peutinger'schen Karte, Asimo
und Asema des Theophylactus identisch ist; demnach hätte uns der
überaus wichtige Stein den wirklichen Namen dieser fast unbe-
kannten Colonie Nieder-Moesiens erhalten. Sie lag in der Nähe von
Nicopol am Einflüsse der Osma in die Donau (C. I. L. III p. 141, 992).

105. C. I. L. III n. 3257. Schön gearbeiteter Sarkophag aus
Grün Sandstein, 2'06 1., 0*75 h. und 0'88 br. Z. 5 an der eradirten
Stelle wurden etwa vier Buchstaben vertilgt. Revidirt:

♦ ■ d • m p.asAvi

Q_- MÄ.C • DONATI • PAVSAViT-
ANN ■ XVI - FILIO ■ PIENTI
SSIMO • FECIT •
5 |////| ARETHVSA-

MATER

106. Neu. Meilenstein aus porösem Muschelkalk, 219 h., ober.
Durchm. 0"50 und unt. Durchm. 0 46. Es scheint, dass die letzten
zwei Zeilen defect gelassen wurden:

~Tm\p. co|E S

M AVR AN///////////
TRfePOTXVCOSIlET p. C. 161
IMPCAES L AVR VER
5 AVGTRbPOTC// II

DIVI ANTONINI FILI
DIVI HADRIANI NEPOT

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10 NERVAE ABNiPO/

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Z. 5 c[o(n)s{uli)\ II; Z. 9 d[iv\i; Z. 11 ab[____ m. p. Jwjü

Ob C. I. L. III n. 6470. l (vgl. mit n. 3737) als Copie dieses
Meilensteines genommen werden kann, mag dahingestellt bleiben,
höchstens die Gleichheit der Localitäten könnte dafür sprechen.
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