Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 6.1882

Seite: 142
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1882/0146
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
142

• c. i / c i /

es ist selbstverständlich, dass an dieser Stampiglie der dritte Buch-
stabe v irgendwie lädirt war und dass sie zweimal in den Ziegel
gedrückt wurde.

19. Värhely.

c ■ I • v

ciphors) I U(biorum).

In der Sammlung des gr. kath. Bischofs Victor v. Mihälyi in
Lugos (vgl. Arch. epigr. Mittheilungen aus Oesterreich I. 124, 23).

Die cohors 1 Ubiorum stationirte sonst in Mehädia (C. I. L.
III n. 1571) und in Sz6kely-Udvarhely (E. E. II n. 472), die cohors
Ubiorum wird in einer Karlsburger Inschrift erwähnt (C I. L. III
n. 1187); dass dieselbe auch in Zsuppa und Värhely in Garnison
lag, ist durch diese und Nr. 18 bewiesen.

20. Vinkovcze.

DEC
I MP

dec{nriae) m(iliium) P. . . ., oder deduriae) I M(. . . .) P(. . . .)

Der Ziegel wurde nach Angabe des Joannes Paxy, ord. Fiskals
des Sirmianer Comitates, im Sommer des Jahres 1772 bei den Fun-
damentarbeiten der röm. - kath. Kirche in Vinkovcze gefunden (s.
Pray's Coltectanea T. XVIII n. 12 in der Manuskriptensammlung
der k. u. Universitätsbibliothek in Budapest).

21. Zsuppa. Incus.

MI D

m(ilites) 1 d(ecuriae)?

In drei Exemplaren: a) im Fussboden eines Vorzimmers im
Schlosse des H. Alexander v. Käpra in Zsuppa, der sonst mit un-
gestempelten römischen Ziegeln gepflastert ist; b) in der Sammlung
der gr. n. u. Präparandie in Karänsebes, wohin es durch H. Pro-
fessor Johann Nemoian kam, der 1881 mit mir einen Ausflug nach
Zsuppa machte, wo wir einige Exemplare dieses Ziegels vorfanden;
c) in meinem Besitze, für das siebenbürgische Museum in Klausen-
burg bestimmt.

VI. PrivatziegeL

22. Värhely.

Qj j¥ • B

In der Sammlung des gr. kath. Bischofs Victor v. Mihälyi in
Lugos (vgl. Ar eh.-epigr. Mittheilungen aus Oesterreich I. 124, 23).
loading ...