Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 6.1882

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mal eingeschlagen, aber mit gänzlich ungenauen Angaben be-
zeichnet hatte, rückwärts über eine lange in vier Haupterhebungen
sich aufbauende Gebirgskette, welche das Gebiet des Harpasos von
demjenigen des Marsyas abtrennt, zwischen dem Göktepe undUjuk-
ludagh hindurch, in die reiche Hochebene von Mughla, um nach
einem kurzen Aufenthalte an diesem Orte und in Stratonikeia, an
das zweite Hauptziel unserer Reise, den Hekatetempel von Lagina,
zu gelangen.

Seine Ueberreste liegen, zwei Stunden nordwestlich von Stra-
tonikeia unterhalb des heutigen Dorfes Heina, in dem sich unver-
kennbar der alte Ortsname erhalten hat, auf einem bebauten grossen
Felde, welches weithin ein muldenförmig flaches Thal beherrscht. Hier
fanden wir die ausgedehnten stellenweise hoch gehäuften Trümmer
malerisch umwachsen, schon in ihrer Ausbreitung und dem durch-
gängig verwandten edlen Baumaterial, einem grosskörnigen weissen
hin und wieder etwas ins Bläuliche spielenden Marmor, das Zeug-
niss des Strabon bestätigend, der das Heiligthum besonders an-
sehnlich nennt.

Man erkennt auf den ersten Blick die Hauptanordnung wie
sie in der vorläufigen Planskizze Newtons nach Lieutenant Smiths
Aufnahmen mitgetheilt ist. Das Areal war eingefasst durch eine



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ungewöhnlich grosse Säulenhalle dorischer Ordnung. So weit nach
der Bodenformation und einzelnen zu Tag liegenden Baustücken
eine annähernde Vorstellung zu gewinnen ist, beschrieb sie ein
Oblongum von ungefähr hundertsiebenzig Metern Länge in nord-
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