Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 6.1882

Seite: 165
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west-südöstlicher Richtung und etwa hundertdreissig Metern Breite
in südwest-nordöstlicher Richtung. Im Südwesten steht eine vierzehn
Fuss hohe Thür noch jetzt aufrecht, aus zwei etwas gegeneinander
geneigten monolithen Pfosten und einem Sturz bestehend, offenbar zu
diesem Peribolos gehörig. Ueberbleibs.el einer Theateranlage, welche
Newton ausserhalb desselben in der Nähe wahrnahm, wie denn nach
inschriftlichen Zeugnissen ein Theater in der That dem Heiligthum
nicht gefehlt haben kann, sind uns nicht aufgestossen.

Innerhalb des Peribolos, in einer zur Längenachse desselben
parallel verlaufenden Linie liegen zwei getrennte Ruinenhaufen,
welche zwei verschiedenen, aber in gleicher Weise nach Südosten
orientirten Säulenbauten angehören. Der grössere von beiden im
Nordwesten ist der Tempel der Hekate, der kleinere mag, wie ver-
muthet worden ist, ein dem Kaisercult gewidmetes späteres Heilig-
thum gewesen sein; das letztere, möglicher Weise mit der Anlage
des Peribolos gleichzeitige, war dorisch, der erstere, den wir nach
vollständiger Beseitigung aller Vegetation gründlicher untersuchen
konnten, korinthisch mit attischen Basen. Er war peristyl und hatte
höchst wahrscheinlich elf Säulen auf den Langseiten, sicher sechs,
nicht acht, an den Fronten. Die Cella, deren mit Platten ausgelegter
Fussboden ziemlich hoch über demjenigen des Peristyls lag, misst acht
Meter in der Breite, fünfzehn in der Länge, war ohne Opisthodom

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und durch eine genau in der Mitte liegende Quermauer in zwei
Theile, einen Innenraum für das Cultusbild und einen tiefen Pro-
naos geschieden, der sich mit zwei zwischen Anten stehenden in
situ noch bemerkbaren ionischen Säulen gegen den Eingang öffnete.
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