Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 6.1882

Seite: 168
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Neben einer Förderung wissenschaftlicher Interessen überhaupt war
dabei die Hoffnung massgebend, durch deren huldvolle Aufnahme
die Genannten allerhöchsten Ortes ermuthigt wurden, die zu ge-
wärtigenden Erwerbungen den kunsthistorischen Sammlungen des
Kaiserhauses in ihre neue glänzende Heimstätte widmen zu können.
In dieser Absicht entstand zu Anfang dieses Jahres ein Verein,
der sich mit dem Wunsche, ähnliche Aufgaben auch in Zukunft
zu verfolgen, als „Gesellschaft für archäologische Erforschung
Kleinasiens" constituirte. Unter Vorgang Seiner k. und k. Hoheit
Erzherzog Rainers und Seiner Durchlaucht des regierenden Fürsten
Johann von und zu Liechtenstein traten in denselben beitragend
die folgenden Mitglieder ein:

Dr. Richard Dräsche Ritter von Wartenberg,

Nicolaus Dumba,

Carl Graf Lanckoronski,

Adalbert Ritter von Lanna in Prag,

Marco Freiherr von Morpurgo in Triest,

Friedrich Freiherr von Leitenberger,

Carl Preyssing,

Albert Anselm Freiherr von Rothschild,

Nathaniel Anselm Freiherr von Rothschild,

Julius Freiherr von Schwarz,

Edmund Graf Zichy von Vasonykeö.
Die Gesellschaft verstärkte sich durch Zuziehung der Herren Baron
von Andrian-Werburg, Benndorf, Bucher, Eitelberger, Hochstetter,
Kundmann, Baron von Warsberg, Zumbusch, und schritt unver-
weilt an die Vorbereitung einer neuen Expedition.

Die Ziele, die derselben gesteckt waren, forderten für die Durch-
führung zunächst eine grössere Zahl von Mitwirkenden und mit ihrem
Zutritt schien sich das gute kameradschaftliche Glück des vergan-
genen Jahres lediglich erweitern zu wollen. In der That war es
eine ungewöhnliche Fügung, dass ich nicht blos auf die erneute
Theilnahme Niemanns und von Luschans rechnen konnte, sondern
ausserdem für den besonders wichtigen Posten eines Ingenieurs von
Herrn Gabriel Knaffl-Lenz Ritter von Fohnsdorf und zum Beistand
für die Leitung des Ganzen von Eugen Petersen in Prag bereitwillige
Zusage erhielt. Dankbar habe ich sodann des Umstandes zu ge-
denken, dass S. E. Graf von Crenneville die Mitwirkung eines
Beamten der kaiserlichen Kunstsammlungen, des Custosadjuncten
Herrn Dr. Robert Schneider gestattete und dass das Ministerium
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