Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 7.1883

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B 'ELEjctTurpi b' ecrrw Kai Tnffffng Kai EüXtuv

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koivöv beniai, toi be koivüj Kai toutujv
5 eiv5 eEaTUJYi'iv, eirrövTac,' 'Auuvra irplv e£-

d-feiv, xeXeovrac; xd TeXea Ta -feTPaMuev|a].

Kai tüjv dXXuuv e£aYUJ-piv be etv' küi bia-

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o~i £k(t) MaKeboving Kai MaKeböcnv <e[k]
10 XaXKibeaiv. TTpög 'AucpirroXiTag, Bott[i-]

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Xuipijc,- eKaie'poug, dXXd ueTu uiä[g yvw-

ung, edv dkiepoTe'poig bOKrj Koivfrj Ttpo-
15 (TbeSaaöai eKei]voug. "OpKOg o"uuu[axi-

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criv Kai edv ng in eV 'AuJuvtov [- —

---, ßor]0r|(Tuu...........'Aujuvlja ? cet.

Die Inschrift ist im ionischen Dialect abgefasst. Die erste
Zeile von A hat die Buchstaben gedrängt, das letzte o ('Eppibaio)
steht an der äussersten Kante. Z. 1 zynohkai Lebas, appiaai Lebas,
eppiaaio Wieseler. Z. 2 der letzte Buchstabe y steht vom rechten
Schenkel des darüber befindlichen a an unter i und theilweise noch
unter o. Rechts am Rande ist, was besonders für die folgenden
Zeilen gilt, Raum für höchstens noch einen Buchstaben. Z. 3
zymmaxoyz Lebas ; hinter eiv' ist der Stein Verstössen, ich hege Zweifel,
dass überhaupt etwas da gestanden hat. Z. 4 ist am Ende hinter
y glatt, wie es scheint abgerieben. Z. 5 penthkonta Lebas, dann
Lücke und hierauf zepamyn. Z. G am Ende steht das i im Zwischen-
raum zwischen v und r> oben, demnach ist Platz für höchstens einen
Buchstaben. Z. 7 xaakiae Lebas. Vor dem Anfangs-e ist Platz für
nur einen Buchstaben. Z. 8 ajv Lebas; davor ist Raum für nur
zwei Buchstaben, denn a steht unter p. Sauppe's Ergänzung Z. 5 sq.
kann kaum aufrecht erhalten werden, denn, nur in Rücksicht auf diese
Zeile (8), verlangt sie statt zweier Buchstaben vor m nicht weniger
als 11; XaXKib [eag ini, Kai eV] 'Auuvrav. Auch die schräge Hasta '
vor a spricht dagegen, da sie nur Ueberrest eines z sein kann.
Damit ist aber die ganze Formel Sauppe's zerstört. Gegen sie ist
ferner einzuwenden, dass Z. 6 nach TrJoXeuoi Raum nur für einen
Buchstaben ist, nicht für Sauppe's [kai], wogegen wieder Z. 7 das An-
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