Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 7.1883

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2. Votivtafel, ebendort gefunden im Winter 1881, jetzt im Na-
tionalmuseum. Oben drei weibliche und eine männliche Figur mit
ganz abgestossenen Gesichtern. Die männliche Figur zu äusserst
rechts, Silvanus, hält in der Rechten ein krummes Messer, in der
Linken den abgehackten Baumzweig (Dendrophorus). Er ist mit
kurzem Chiton und Tunica bekleidet, am Kopfe hat er eine phry-
gische Mütze. Zu seinen Füssen liegt ein Hund, der zu dem Gotte
aufblickt. Die drei Genossinnen des Gottes, „Silvanae", sind lang
gewandet, halten in der Linken je einen Zweig und in der Rechten
einen Blumenkorb (?) (Hampel Ä. E. 1881 p. 171):

sil • et silva
n i s ■safla
s e cv n d i n a

v s l m

Z. 2 sa[cruni) Fla(i)ia) ?

3. Von ebendort eine Steinara mit drei Zeilen Schrift, sehr
s chwer leserlich. Der Anfang einer jeden Zeile ist verstümmelt.
National-Museum (Hampel A. E. 1882 p. 66):

)C°

; iL v a

/r r c i

Z. 3 co7iservuTkici? doch scheint auf dem Stein r nicht k zu
stehen.

Zwei Altofner Inschriftsteine, die bisher im Waitzner bischöf-
lichen Garten standen, schenkte Herr Bischof Wirtner dem Museum.
Dieselben sind schon im C. I. L. III Nr. 3570 und 3582 nach der
Abschrift Sehönwisner's mitgetheilt, doch wiederhole ich dieselben
wegen einzelner Abweichungen in der Lesung Sehönwisner's (Hampel
A. E. 1882 p. 67).

4. Der untere Theil einer Grabtafel (C. L L. 3570):

pröcvlvs salaki/
optio leg tt ad
sti-vi-an-xxv-h-s-e

val • procvla • mat-

T ■ ' *

5 et-val- fvscvs- fra
tmp

Z. 1 salaria\r(ms)]. Z. 6 t(itulum) m{emoriae) p(osuerunt).
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