Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 7.1883

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Nationalmuseum geschenkt wurden. Im Mai 1878 fanden Arbeiter
auf dem östlichen Abhang des zur Ziegelei gehörigen Mathiasberges
in einer Höhe von 200 Fuss drei römische Denksteine. Der Fund-
ort, ein unter der Humusschicht längs des Bergrandes kanalförmig
sich hinziehender Felsspalt, deutet darauf hin, dass die drei Steine
nicht ursprünglich dort aufgestellt waren, sondern wahrscheinlich
erst von den nahe liegenden Weinbergen, wo sie hinderlich waren,
hingeschafft wurden.

12. Basis einer Statue aus Sösküter Stein, 027 h., 0-20 br.
Von dem beschuhten linken Fuss ist der untere Contur, die Sohle
und ein Stück der kleinen Zehe erhalten. Die Länge des Fusses
ist 0-115, woraus sich die Höhe der Statue auf 0;7 — 0-8 ergibt.
Darunter folgende Inschrift (Hampel A. kk. XIII 1880 p. 34.
Z. 1 drgvst, Z. 8 4ml):

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223 n. Chr.

13. Bruchstück einer Votivara aus minderem Stein als die
vorige Nummer mit sehr schlecht erhaltener Inschrift (Hampel A.
kk. XIII 1880 pag. 35):

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Auf der der Fabrik benachbarten südwestlich von ihr gele-
genen kleinen Lehne kamen bei Erdarbeiten im März 1881 fol-
gende römische Steine zum Vorschein:

14. a) Ehemals polychrome Grrabtafel. Oben ein Relief. Ein
Mann und eine Frau, dazwischen das Brustbild eines Kindes. Der
Hintergrund war grün, an den Rändern der Kleider sind noch
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