Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 7.1883

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Spuren von Roth sichtbar. Unter dem Relief folgende Inschrift
(Hampel A. E. 1881 p. 168):

D W

vigilivs primvlX

lvs • mil- leg ii ADj

stip xvii ivl- vic^ö

y

RINACON1VGIC/J
rissimo- f • cf

14. b) Bruchstück eines ähnlichen Grabdenkmales. Gefunden
wurde nur ein Stück des oberen mit Reliefs geschmückten Theiles.
Am linken Rande der Reliefplatte ist noch ein Ueberrest der be-
grenzenden Säule sichtbar, daneben eine Frau, welche mit beiden
Händen ein Gefäss (?) ergreift; rechts ein Mann, der in der Linken
eine Strigilis (?) hält und mit der Rechten den Saum seiner Tunica
ergreift. Am Halse trägt er eine dicke Torques. Zwischen Mann
und Frau befindet sich das Brustbild eines Kindes (Hampel A. E.
1881 p. 168).

14. c) Bruchstück einer Grabtafel. Erhalten ist das Tympanon
rechts uud darunter das Relieffeld, von dem aber die Figuren weg-
gebrochen sind. Sichtbar ist nur noch ein Männerkopf und am
rechten Rande eine römische Compositsäule (Hampel A. E. 1881
p. 168).

Nicht weit von der Kunewalder'schen Ziegelei, bei der „Ersten
Altofner Ziegelfabriks-Association" fand man im März 1881 gele-
gentlich von Feldarbeiten einen inschriftlosen Sarkophag mit zerbro-
chener Decke und zwei Grabtafeln.

15. Bruchstück, mit Pflanzenornamenten reliefirt, inschriftlos.
16 Viereckiger poröser Stein mit verwitterter Oberfläche und

folgender Inschrift (Hampel A. E. 1881 p. 168: Z. 6 mat//// Z. 7
tripie///ussi).

d / m.

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MIS ET SIBI VIVS
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