Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 7.1883

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Rande gelegen haben und bei einem starken Regen mit anderen
Steinen, die in der neuen katholischen Kirche zu Vitez eingemauert
seien, heruntergerutscht sein soll. Ausgrabungen in dieser Gegend
dürften entschieden von Erfolg begleitet sein. Der obere Theil des
Steines fehlt; die Buchstabenhöhe beträgt 0'065:

AN LXXX
FECERVNT
FILIAE

Vielleicht \matri] car(issimae) vi[x\i[t] etc.

2. Inschriften aus Kärnten

Herrn Carl Baron Haus er, Sekretär des kärntnerischen Ge-
schichtsvereins in Klagenfurt, verdanken wir die Mittheilung der
nachfolgenden neuerdings gefundenen Inschriften, welche Hr. Dom-
kaplan M. Grösser in Klagenfurt, Ausschussmitglied des kärntne-
rischen Geschichtsvereins, copirt und abgeklatscht hat.

1. St. Veit. Im Hofraume links im Haller'schen Hause ist ein
sechsseitiger Pfeiler mit Gesims und Sockelgliederung eingemauert,
dessen zwei gegen den Hof gekehrte Seiten mit Inschriften geziert
sind; die eine rechtsseitige ist schon veröffentlicht (C. L L. III, 4811),
die andere, die Datirung enthaltend, ist unedirt:

a) VICTORIA
AVG•SAC•
M • BELL-
SATVR liws
TRIB ■ CHOR
1-FL-BR1T-ET
FINIT-VERBIC
CVMBELL
SATVRNINA
BEL "FINITIN

FI \j I 8 VOTVM
STBC S OL
I> I. M

PATERNO "E
ARCESILAO
COS

p. Chr. 267
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