Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 7.1883

Seite: 152
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1883/0158
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
152

6) 2 der vierte Buchstabe scheint nach dem Abklatsch eher
e als i, wie in der Copie angegeben war.

Beide Inschriften sind mit Tünche überzogen und schwer lesbar,
überdies durch die vorbeifahrenden Wagen häufig lädirt. Die Ge-
sammthöhe ist 1*31-; davon entfallen auf die Sockelgliederung 035,
die Gesimshöhe 0-14, die Gesimsbreite 0 31. Breite einer Seite 028,
Höhe der Schriftfläche 0 79.

2. St. Michael. An dieser ehemals romanischen Kirche sind
fünf Römersteine eingemauert, zwei inschriftliche werden hier mit-
getheilt, weil sie meines Wissens nicht publicirt sind.

a) Innerhalb der Kirche, beim westlichen Thore rechts ist am
Boden ein zu einem Weihwasser-Becken ausgehöhlter Stein, welcher
an einer Seitenfläche folgende sehr schöne, 12 Centimeter grosse
Buchstaben trägt:

I^s n o k

b) Unter dem Dach an der Ostwand der Kirche umgekehrt
eingemauert ist ein Inschriftstein, etwa 0"40 1. und 0'7—0'10 h.; die
Lesung der drei ersten Buchstaben ist unsicher.

p n i in fron' P^

in fron(te) p(edes)...

3. St. Donat. In der Vorhalle am Boden:

;

o 11 v'j

Als Thürschwelle scheint die Füllung eines romanischen Tym-
panons eingemauert zu sein, mit einer vertieften Mittelfläche und
höherem Rande, an welchem auf der geraden Seite am Anfange und
Ende je ein Buchstabe sichtbar ist:

t o

Ob dieselben römisch sind, ist zweifelhaft.

4. Kappel am Krapfeld. In der Vorlaube des Pfarrhofes ist
am Boden nahe bei der Küchenthüre folgender Inschriftstein ein-
gemauert :

sabin/A

snc/////\
PA<n'?////\

Flf ///////(
loading ...