Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 7.1883

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vor die Brust. Diese für die Deutung hochwichtigen Motive begegnen
nur noch auf dem abgebildeten Mithraeum von Koncza*).

2. Oblonge Tafel, in zwei Stücke gebrochen, Ecken bestossen.
EL 0185, B. 0-285, D. 0 025. Der Normaltypus in sehr roher Aus-
führung, die Seitenfiguren mit je zwei Fackeln. (So auch bei allen
Folgenden, wenn nichts Anderes angegeben.) Inschrift Torma Nr. 12.

3. Durchaus ähnliches Relief in Lugos. H. 0'275, B. 035,
D. 0033. R. untere Ecke abgebrochen aber vorhanden. Torma
Nr. 44**).

4. Aus drei Bruchstücken zusammengesetzt. H. 0 275, B. 0-32,
D. 003. Hier treten die sieben Altäre hinzu, als kleine oblonge
Reliefvierecke an der oberen Randleiste. Der Hund trägt ein Hals-
band. Torma Nr. 32.

*) Die Abbildung desselben erscheint im nächsten Jahrgang'. Auf dem
ltelief Lajard PI. LXXXIX und auf der Gemme PI. CII, 11 sieht man an dem
1. fruchttragenden Baume den .Skorpion, an dem Baume zur Ii. den Stierkopf haften,
beiderseits nebst der Fackel (vgl. Lajard Memoire sur deux basreliefs Mithriaques
qui ont 6te dicouverts en Tramsylvanie p. 77). In der Exploration »cientißque de
V Ahjerie, deren Kenntniss ich der Güte Schneiders verdanke, ist (Arche'oloqie PI. 10)
ein ganz merkwürdiges Mithraeum abgebildet, wo der Skorpion r. am Boden neben
B auf den Scheeren steht, 1. ein bärtiger Kopf, eher menschen- als löwenähnlich,
zum Vorschein kömmt, während neben A r. ein Fisch L. ein Adler (vgl. Lajard
PI. XCVI, 1) angebracht ist.

**) AVähreud des Druckes erfahre ich durch Prof. Königs Güte von einem
in diesem Sommer ausgegrabenen sehr fragmentierten Kelief des gleichen Typus,
von auffallend geringer Grösse. H. O'IO, B. 0145.
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