Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 8.1884

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Die Lichtgötter über stark betontem Grottenrand.. Die Jnscbriften
gibt Gooss (S. 118) richtig wieder, bis auf einige weggelassene
Punkte in der längeren auf der Fussleiste angebrachten und bis auf

Fig. 83.

die Stelle, wo Mommsen pr.osa.vte vermuthet. Dort steht, wie die
Seiwerth'sche Abschrift (C. I. L. III. 968) angibt, pr-sa- (sa ligiert) x.
also wohl, mit Wechsel der Construction, pr(o) saflute) et Horientis
ßl(ii) sui et (pro) Apuleia eins.

Andere dacische Monumente1)
Aus Sarmizegetusa

In Värhely selbst, bei Erzpriester Janza, ist als Stütze des
Holzbalkons eine thronende Juppiters tatu ette eingemauert, der
Kopf roh aus Mörtel ergänzt (vgl. unter Lugos), abgebrochen noch
r. Arm und Fussspitzen. H. 0*56, Basis 0'39 b., O'IO h. Am r.
Thronbein der Adler in Relief, die 1. Seite scheint abociert. Ebenda
hellrothe Thonlampe, in wulstförmigem Kranz, aus dem oben
zwei Vogelköpfe herauswachsen, ein Adler auf Blitz (?) nach r.
gewandt, umblickend, vor seinem Schnabel Reliefring, den haltend
er gedacht sein mag.

Bei Herrn Postmeister Litsek sah ich nebst einigen Archi-
tekturstücken, einem Grablöwen mit Widderkopf unter der

*) Wo nichts Anderes angegeben, ist das Material weisser Marmor.
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