Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 8.1884

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andergekehrten Grablöwen mit Widderkopf unter der Tatze; da-
zwischen anscheinend widderhörnige bartlose Maske. Die Seiten-
flächen zeigen in breiter Umrahmung einen Delphin mit geschlungenem
dreispitzigem Schwanz. Es fehlt der obere Abschluss, zu dessen
Aufnahme drei Rinnen auf der horizontalen Oberfläche in der Rich-
tung der Schmalseiten gedient haben.

Bronzeschlüssel aus Värhely, 0-065 L
M er cur, schlechte (MO h. Bronze ebendaher, R. Schale, L.
Beutel senkend. (Vgl- unten S. 43 Nr. 6.)

Im Museum zu Deva (vgl. Mitth. VII S. 200):

Weibliches Idol, sehr verwaschen. H. 0-39, B. 0-24,
D. 0'19 in der Form einer Hermenbüste. Langes Gesicht, vier
Brüste zwischen verkümmerten Armen, welche auf die Fussleiste
gestützt sind (vgl. unten unter Alvincz).

Ammonsmaske auf korinthischem Capitell aus gelbem
Sandstein. Das 0-26 h., 0-31 br., 0*18 d. Bruchstück rings ge-
brochen, nur oben etwas von ursprünglicher Fläche erhalten, an
einem halbcylindrischen Aufsatz, den einige Falten als Mütze be-
zeichnen. Wenn, wie möglich, das Capitell dem Tempel der syri-
schen Gottheiten (vgl. Mitth. VI S. 109) angehörte, so könnte die
Gestalt des Ammon für den äusserlich namensverwandten Belahamon
verwandt worden sein (vgl. Torma Nr. 45, hier S. 49 abgebildet).

Marmorrelief, H. 0'42 — 0'26, B. 0 505, D. 0 05 an der
0 05 h. Fussleiste, äusserst rohe Arbeit. Die beiden Erwachsenen
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