Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 8.1884

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Deae \Iie]ginae M. C'om(inius) Q[u]intus eq(uo) pfatblico)1) pon-
(fife.v) et qiuaestor) col{oniae) et Antonia Valentina eiu[s] pro salnte
C'lan[di]ae Valentinae templ(um) a solo fecerunt.

Derselbe Mann C. I. L. III n. 1473, 1497, 1513. Claudia Va-
lentina dürfte seine Schwiegermutter sein, vielleicht die Frau des
römischen Ritters M. Antonius Valentinus, der die Inschr. n. 1433
Marti Äug. pro salute Imp. Caen. M. Antorii Gordiani PH gesetzt
hat (238—244 n. Chr.) Für die Benennung der Juno einfach als
Dea Eegina finde ich kein Beispiel.

2. Auf dem 0-237 b. Abacus des Capitels eines Säulchens
nach Art von Torma Mitth. VI, S. 105 Nr. 34, 35, vielleicht zu
ersterem gehörig.

s • i • m -. S(oli) i(nvido) M(iihrae)

Auf der oberen Fläche, der Inschrift parallel, eine Einarbeitung
für das Votiv.

3. Auf ähnlichem verwitterten Säulchen (Schaft) bei Graf Geza
Kuun in M ar o s - Neme th i. I.Z.: iomd J(ovi) o{ptimo) m(aximo)
J'(olicheno) (vgl. z. B. C. I. L. III n. 1431). Von den 5—6 weiteren
Zeilen konnten bei beschränkter Zeit nur wenige Buchstaben ge-
lesen werden.

4. Unter 0 25 b., (HO h. Vo ti vara -Capi tel 1 mit 0'14 h.
Aufsatz, auf dem Rest des 019 b. Schriftfeldes:

_»ju^J A escidapio

5. Am Rande der Oberfläche dea Fragments einer 0 08 d. ab-
gerundeten Statuenplinthe, vor r. Stiervorderfuss in kleiner
Schrift:

l • val ■ evtfJ [rapelns ?]

6. Rings gebrochenes 0 33 b., 0*165 h. Fragment einer 0-053 d.
Platte, gute Buchstaben in vorgeritzten Linien:

. .. a Ie ■ f i l • s j uae

PO \g V I TJ I

Z. 1 an erster Stelle i. oder e , der 3. und 4. Rest vielleicht
von a, der 5. wohl von v, der 6. f oder der 7. t.

') Möglich auch eg(ue.i) R[omanu»), wie auf den oben verglichenen In-
schriften.
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