Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 8.1884

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a ■

C

Der letzte Buchstabe kann auch c, sein. J{nvicfo) M(itlirae) A(eterno?)
C(autopati?). Vgl. Torma Nr. 41.

9. Goos« Mitth. I S. 120. 20 (Ephem. IV n. 1G3) gibt irrig
an, dass über der Inschrift die Reste eines Mitlirasopfers kenntlich
seien. Es ist der r. blosse Unterschenkel und ein Rest des 1.
Fusses einer nach 1. schreitenden Figur und dazwischen ein r. hin
gelagertes Thier, wahrscheinlich ein Schwein, erhalten. Das führt
auf die jagende Diana, neben der, etwas weiter r. freilich, auf einem
anderen Relief des Bruckenthal'schen Museums eine Wildsau liegt.
Die Inschrift, auch r. gebrochen, wovon die Ephem. das Gegentheil
anzeigt, ist bis auf einige Punkte richtig wiedergegeben.

Aus Dorstadt (vgl. Mithraeum Nr. 72) Ephem. IV n. 142,
nach Gooss Mitth. I S. 119. 4. Nach genauester Prüfung der leid-
lich erhaltenen Ära*) und nach Vergleichung zweier guter Ab-
klatsche, nach denen das Faesimile gemacht ist, halte ich fol-
gende Lesung für sicher.

Die ersten 3 Zeilen sind bei Gooss zu weit nach r. gerückt,
was die Ergänzung beirrte.

Z. 1 das 1. Zeichen nicht genau bestimmbar, vielleicht von
der zweiten Haste eines v, vielleicht nur Verletzung; das zweite t
oder i: das 4. sicher ein Punkt über zufälliger Verletzung, das
5. kann nur einem s angehören. Z. 2 an letzter Stelle nicht f
sondern P oder r. Am Ende der 3. fehlt die untere Haste des

*) Sie schien mir von Kalkstein zu sein, nicht, wie Gooss angibt, von Marmor.
H. 0-565, B. 0-602, Schriftfeld h. 0-23 links, 0-38 in der Mitte, br. 0 40.
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