Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 8.1884

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7. q_ab C. I. L. III n. 1633. 16.

8. q_- s - b Gooss Mitth. I S. 124. 23.

9. q_c c C. I. L. ebenda 17.

10. w-SERu M(anius) Serelims?

11. Incus: ivlva (Lesung nicht ganz sicher) vergl. Torma a.
a. O. S. 142. 22.

12. Incus: pes| 13. ebenso: iv/j

13. ivmroniv (vollständig).

Deva in Siebenbürgen GABRIEL TEGLÄS

PAUL KÖNIG

Ausgrabungen in Carnuntum
i

(Taf. III)

(Aus einem Berichte an die k. k. Central-Commission für Kunst und bist. Denkmale)
Die Grabungen auf dem sogenannten Burgfelde in Deutsch-
Altenburg, welche im Auftrage des k. k. Ministeriums für Cultus
und Unterricht in den Jahren 1877, 1878 und 1883 ausgeführt
wurden und der Bloslegung des römischen Lagers gewidmet waren,
haben, wie den Lesern der „Archäologisch-epigraphischen Mittei-
lungen" nicht unbekannt ist, zu werthvollen Resultaten geführt.
Obwohl die Arbeit zur vollen Aufdeckung des Lagers noch lange
nicht beendet ist, folge ich doch gerne dem Wunsche des Heraus-
gebers der Mittheilungen, über die wesentlichsten Resultate der
Grabung namentlich in Bezug auf die bauliche Anlage zu berichten.

Vor Beginn der Ausgrabungen ragte kein Mauerrest über den
in nachrömischer Zeit nicht mehr verbauten Ackerboden empor.
Die Rechtecksform des Lagers grenzt sich durch eine theilwcise
bedeutende Erhöhung über die Nachbarfelder ab, jeder Anhaltspunkt
für den Beginn der Arbeit an irgend einer durch Reste oder un-
trügliche Anzeichen markirten Stelle fehlte. Das Lager reichte an
der Nordseite hart bis an die Donau, liegt aber beträchtlich höher
als der Fluss, der hier im Laufe der Jahrhunderte, wie es scheint,
grosse Theile der Anlage fortgerissen hat. Die Länge des Lagers
in südnördlicher Richtung beträgt heute circa 400 Meter, die Breite
350 Meter. Beide Maasse können nur annähernd gegeben werden,
da bis jetzt nur kurze Stücke der Umfassungsmauern aufgedeckt
wurden.
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