Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 8.1884

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die östlich und westlich vom Räume B gelegenen Theile einer ein-
gehenden Untersuchung zu unterziehen, um sowohl volle Klarheit
über die Gesammtdisposition dieses Theiles des Lagers zu gewinnen,
als auch etwaige vorhandene Sculpturen oder Sculpturfragmente in
Sicherheit zu bringen.

Zum Schlüsse ist noch zu erwähnen, dass die Grabung auch
auf die Bloslegung der Reste der Porta decumuna führte. Von der-
selben war aber nur mehr der an der Ostseite gelegene Thurm im
Ausmasse von 6 "80 zu 6 "60 Meter im Fundamentmauerwerk erhalten,
der das Thor an der Westseite flankirende Thurm war vollständig
zerstört.

Wien ALOIS HAUSER

II

Bildwerke

(Taf. I II)

Die Fundumstände der hier besprochenen Denkmäler sind, in
vorstehendem Ausgrabungsbericht (S. 58) verzeichnet.

Das Hauptinteresse gebührt unter ihnen den beiden durch
Fundort, gleiche Verhältnisse und correspondierende Haltung als
Gegenstücke — wenn nicht als Bestandteile einer grösseren Reihe
— gekennzeichneten Statuen, welche Taf. I und II mit Benützung
von dem Herrn Baron von Ludwigstorff verdankten Photographien
nach Skizzen des Unterzeichneten in Zinkätzungen wiedergeben. Sie
sind aus sehr feinem weissen Sandstein und, bei deutlichen Kenn-
zeichen späten Ursprungs, von leidlich gewandter Anlage und ge-
schickter Ausführung.

I. Panzerstatue (Taf. II). H. 0-97. Abgebrochen Hals und Kopf,
Beine unterhalb der Knie, beide Arme, der 1. mit Gewand; der r., bis
auf die Hand, fand sich zur Linken der Statue und Hess sich genau
anpassen. Bestossen sind der 1. Brustmuskel und die Panzerreliefs.
Unterhalb der 1. Hüfte wurde ein breiter Einschnitt gemacht, um
die Statue zu spalten.

Unter dem Panzer trägt der Mann eine kurzärmelige, an den
Säumen mit dicken krauswolligen Franzen besetzte Tunica. In
schmalem Streif kommt darunter die Subucula zum Vorschein. Ein
kleines Obergewand ist wie gewöhnlich mit einem Bausch über die
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