Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 8.1884

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facsimile
Hl

2. Tafel mit Giebel aus Sandstein, h. 1-10, br. 0-35, d. 011;
im Giebel ein Halbmond, rechts und links von dem Giebel Rosetten;
gute Schrift des ersten Jahrhunderts. Gef. im Herbst 1883 in
Petronell auf dem Kirchenacker; befindet sich in dem Schlosse des
Grafen Traun in Petronell.

c • pedvsivs •

m -f-ANI-crem-
veter • leg - xv - APo
a n n - l x - s t i p ■ xxiii i

5 h ' s • e •

AMANDA-L- PoSlT

[nvida - mors - rapvit fato
•crvdelis -inrqvo - nec- licvit pretivm
VeremIlitiae-non-tantvm
1° \-m eqvam • vt ■ reddere - pos

\f ■ et ' dignae* plvrvma
\h v ic-precor-in-
w - s va • fil ■ a - so

Z. 9 hält Domaszewski den ersten, ganz verstossenen Buch-
staben für den Rest eines m, was, wie er mit Recht bemerkt, auf
su]mere führen würde. — Z. 14 ist der vorletzte Buchstabe (vor iT)
nach Domaszewski s oder e. Eine befriedigende Ergänzung der
letzten Verse ist mir nicht gelungen. Die Inschrift gehört, wie das
Fehlen des Cognomens zeigt und die Schrift bestätigt, der frühen
Kaiserzeit an.

C. Pedusius M. f(iliua) Ani(ensi) Crem(ona) vefer(anus) hfjiionis)
XV Apollinaris) ann(orum) LX stip(endiorum) XXIIll h(ic) s(üus)
e(st). Amanda l(iberta) pos(zö)it.

Invida mors rapuit fato crudelis iniquo

nec licuit pretium [sumjwe militiae.

Non tantum [fors fovit ?] me quam u t reddere pos[sem

[patronae?] ei dignae pluruma [quae tribuit oder meruit?]

Huic precor in........it sua filiiaT) a so[lo? ....

.....ben]e [mer]ent(i)?

3. Tafel von Sandstein, h. 0-66, br. 0-87, d. 0-33; gef. im J.
1884 auf dem Burgfeld. Links von der Inschrift eine Säule mit

ArchaologiscU-epigruphische Mitth. VUl. Q
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