Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 8.1884

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ausgefüllt gewesen sei5, unzweideutig bestätigt. Leider mussten in
Folge unzureichender Mittel die Ausgrabungen vorzeitig abgebrochen
werden; aber es steht zu hoffen, dass dieselben in Kurzem in grös-
serem Umfange wieder aufgenommen werden dürften. Ein Verein
von Freunden der Wissenschaft, dessen definitive Constituirung
in nächster Zeit vollzogen werden soll, hat sich als Aufgabe die
systematische Aufdeckung des Lagers und der Stadt Carnuntum
gestellt, und wir sind überzeugt, dass demselben in und ausserhalb
Wiens warme Sympathie und thatkräftige Unterstützung nicht fehlen
werden. So dürfen wir uns der Hoffnung hingeben, dass das be-
gonnene Werk zu einem gedeihlichen Abschlüsse geführt werden wird
und wir bald Veranlassung haben werden, von neuen Funden aus
dem bedeutendsten Römerlager im Nordosten des Reiches in dieser
Zeitschrift Bericht zu erstatten.

O. HIRSCHFELD

Epigraphische Mitthei hingen

I. Inschriften aus Serbien

Mittheilung des Herrn F. Kanitz in Wien; 1. 2 von Hrn. Mnntcanu, 3.4 von Hrn.
Kanitz, 5. C von Hrn. Dr. Mäesay copirt)

1. Viereckige Basis, h. 1'04, br. etwa 1 M., gef. 1884 in Ravna,
nördlich von Knjazevac; auf der linken Seite des Steins ein Delphin
und ein Dreizack:

L VECILIVS C F LEMON

MODESTVS
EqVO PVB DE qViNQ_
DEC VI VIR ■ AED ■ ÜViR
IVRE DIC - COLON ■ HIS
pelZaüvm q_v a e S t O R • II •

AVGVR • PRAE/- /ABR • IKIV, ■ MIL
£eG-VI-FERR-INSYR -PRAE/CCH
I - THRAC SY1' IN MOESIA • EQ_
COH T THRAC • SYR
PRAEF SVO

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