Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 8.1884

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Die Schrift ist schlecht und nähert sich der Cursive; besonders
die m (= pvi) sind ganz barbarisch, d in Z. 1 hält Mommsen für
ein Ornament; Meixner will O(eoTc) [K(aTOtxSovioic)] ergänzen, lieber
die cilicische Stadt 'Emcpäveia vgl. Pape-Benseler s. v.

2. Meilenstein, h. O50, d. 0-92, gef. bei Brstanik, nördlich von
Stolac in der Herzegovina; er soll nach Angabe der Einwohner bis
vor wenigen Jahren unversehrt in situ (die Römerstrasse soll noch
deutlich erkennbar sein) gestanden haben und erst neuerdings, da
man einen Schatz darunter vermuthetc, zerbrochen sein. Die Ab-
schrift des Hrn. Einsenders (ohne Abklatsch) lautet:

Restitution von Mommsen:
d Hill II Hill im V D-n imp

flaviovalri FLAVIO VALeR.1

ocons/antio o CONSlANTIO

\'///}fA> //_/// pf AVJf ms<0

o \Er- //

CAROCAO1

EIFLAV//IALE Et FLAVJOMALE

RIO s//:HO RIO SßWERO

' I///////////C nob. caes.

IIIIIIIIIIIIII

Die links von mir abgetrennten Buchstaben gehören wahr-
scheinlich einer älteren, ursprünglich auf dem Stein befindlichen In-
schrift an.

3. Stolac, jetzt im Generalate, früher im Ufficio capitanale
befindlich. Viereckige Basis von Kalkstein (vgl. Viednik 1882 S. 12).

IIIIIIIIIIIIII

SEXTVSCAESEre
NIVS ROMANVS

B F COS LEG xnn G
5 V S L M

4. Stolac (vgl. Viestnik a. a. O.).

MARTI • AVG
T • AEL • FI RM i
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l EG X 11 II G • /

Ueber die beneficiarii consularis, die verschiedenen in Pannonia
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