Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 8.1884

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n. 5, ein anderer wurde gerade abgebrochen; vgl. Niebuhr, Reise-
besohr. 3, 164.

7. Grosse Grabplatte im Hofe der Jilderim-Moschee.

P*YAAK6TUJCOAOVAOnAA/CnAeiA. . .O. . . .

(Xpicrre) cpuXcxKe tui o~ö bouXo TTapb(uj) 0"Tra9(apiw) etc.

Vgl. die Bleisiegel byzantinischer Beamten in Thracien im
TTapäpTnua des 13. Bds. der Schriften des hiesigen Syllogos S. 84 ff.
Der Name TTapbog kommt öfters in der byzantinischen Geschichte vor.

8. Auf einem runden Ziegel, vermuthlich von einem byzantini-
schen Grabe. Im Tatar-Chan.

o

Ol
a

d. i. Kwvo~Tavrivou.

Silivri.

Die Epigraphik der thracischen Küste von Byzanz bis Heraklca
ist in dem Dumont'schen Buche etwas stiefmütterlich behandelt.
Es fehlen nicht nur die Inschriften von Byzanz aus der Epoche
vor der Gründung des oströmischen Reiches, sondern auch die In-
schriften der Küste bis Silivri; aus Silivri selbst sind nur zwei
Texte mitgetheilt, von denen der eine noch dazu vielmehr nach
Damocrania gehört (Dum. 62c — C. I. G. 2032); unerfindlich ist,
wesshalb C I. G> 2031, welchen Text Paul Lucas in Silivri gefunden
hatte, und wiederum sämmtliche christlichen Inschriften — C. I. G.
8683, 8902 — fortgelassen sind. Auch ist der wichtige Text, den
Aristarchi Boy im 4. Bd. der hiesigen Syllogosschriften S. 11 publi-
cirt hat, s. unten n. 9, übersehen. Die folgenden Inschriften eopirte
ich in Silivri während eines luider nur kurzen Aufenthaltes. Ich
bin namentlich Herrn Anastasios Stamulis in Silivri für die viel-
fache Unterstützung bei meinen Nachforschungen nach Alterthümern
zu Dank verpflichtet.
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