Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 8.1884

Seite: 208
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1884/0218
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
208

a a a i C kotyoc
hnaeicaaaioy

Aacrig Kötuo?. ['AOjnvaeic; Aaaiou.

23. Ebendaher. Linkes oberes Bruchstück eines Reliefs, ähn-
lich n. 22, auf welchem nur noch der Oberkörper einer Frau, die
sich entschleiert, erhalten ist; von der Inschrift darüber der Anfang:

roYkc

sehr deutlich. TouKofög?

24. Aus Epivataes ('ETnßdxaig, Pivados), einer Ortschaft 2 St.
nördlich von Silivri am Meere, welche in byzantinischer Zeit öfter
genannt wird, s. die gute Beschreibung dieser Strecke durch Paspati
im 12. Bande der Schriften des hiesigen Syllogos, Td Gpooaxd ixpo-
dffTeia toü Bu£avnou S. 32 ff. Basrelief: der sog. thracische Reiter
nach r. sprengend. H. 0-17, Br. O'IO—0"12. (Abklatsch.) Ueber dem
Relief:

AOAA IOC

TiToceew

apxat6ta

unter dem Relief:

g y x h n a n € A uu k 6

AÖMlOg

Tirog Geui
'ApxctY^Ta

eüxny omeouJKe

25. Ebendaher. Basrelief: thrakischer Reiter nach r., im Schritt.
H. 0-20, Br. 015. Inschrift oben zwischen den Theilen der Figur:

"Hpuui 'Apx|a-

PniAPXA
teta

unter dem Bilde:

•f£Ta

ifisf>xiod3

AIONYCIC EniK
THTOYEXH
n

Aiovüo"i(o)g 'Ettik-
Tt'iTou e(ü)xn

losJctjfdAvdoßn Jl

Aus diesen beiden Inschriften lernen wir ein neues Epitheton
des thracischen Herosgottes, 'ApxaieTa?, kennen; es liegt zwar nahe,
in diesem Worte die dorische Form von dpxnfeTtK zu sehen, welche
sich durch die Nähe von Selymbria und Byzantion erklären würde,
daneben aber besteht noch die Möglichkeit, dass es ein einheimisches
Wort ist. Gleichzeitig bieten diese kleinen Votivreliefs einen neuen
Beweis gegen Dumonts Auffassung des thrakischen Ritters als
heroisirten Todten, gegen welche ich mich bereits, und wie ich
loading ...