Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 9.1885

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19. Aschenurne von Stein; Schrift des 4. oder 5. Jahrhunderts.
Gef. im J. 1884 in Salona, jetzt im Museum (Gymnasium) von
Spalato (= Bull. Balm. 1885 p. 20).

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Z. 1 fraglich ob sig oder sie; an sig(niferi) ist nicht zu denken.
Mommsen vermuthet sig(no): ces ist wohl zu lesen Torenti sig(no),
nach Analogie von VIII, 9520: signo Thauraanti; III, 2296: signu
Simplici; III, 2706: sig. Equitii. Da in der letzten Inschrift das
Signum von dem eigentlichen Namen getrennt ist (ähnlich auch in
der griechischen III, 1422), so ist es nicht so gar auffallend, dass
es einmal allein steht mit Weglassung des Namens. Die Endung
auf ius passt zum Signum; auch steht dies oft so im Genitiv*. —
Z. 2 a. E. pH; zwischen p und u kleines Spatium. — Ein Catulus
clarissimae memoriae vir bei Symmachus epp. X, 48 ed. Seeck; doch
liegt für eine Identification kein Anhalt vor. — Zu spatario vgl.
C. L L. VI 9043. 9898.

20. Marmortafel, in mehrere Stücke gebrochen; Schrift etwa
dem Ende des zweiten oder Anfang des dritten Jahrhunderts an-
gehörig. Gef. 1884 in dem Altar der Kapelle San Giorgio im
Castell Sucurac; jetzt im Museum von Spalato {— Bull. Balm. 1885
p. 16).

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