Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 9.1885

Seite: 38
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1885/0048
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
38

dass kaum mehr als die Umrisse übrig geblieben sind; sie zeigt
den Oberkörper von vorne, die Beine aber nach 1. gestellt. Das
Pedum hat sich in der Linken des Gottes erhalten. Er blies
die Syrinx, die er mit der Rechten an den Mund hielt, wie ich einer
Notiz Conze's, welcher noch 1871 das Relief in fast unverletztem
Zustande gesehen hat, entnehme. Auf der Nebenseite rechts (1*195
breit) eine nach 1. stehende Ziege (Kopf abgestossen), auf der links
ein nach r. gewandter sitzender Hund. Die Rückseite ist flach.

Reliefplatte im Museum zu Spalato, 0*42 hoch, 0*40 breit;
die Oberfläche fast völlig abgeblättert. Pan en face schreitet
nach 1. und hält in der Linken den geschulterten Hirtenstab, in

der vorgestreckten erhobenen Rechten die Syrinx. Die Hörnchen
sind noch erhalten, während die grossen Spitzohren abgestossen
sind. Links steht eine Ziege nach 1., rechts liegt ein Hund mit
nach 1. zurückgewandtem Kopfe. Oben rund abgeschlossen. Der
Rand war mit einem gerade aufsteigenden Zweige geziert. Abgebildet
in Zaccaria marmora Salonitana (Parlati Illyrici sacri vol. II) p. IX.

Relief auf einem unregelmässig behauenen Blocke, 0*33 hoch,
0*54 breit, 0*17 dick, gefunden vor etwa zwölf Jahren im Garten

des Dionisio Staffileo zu Trau, im Besitze des Conte Gian Domenico
Fanfogna Garagnin, welcher es in der Loggia am Platze aufzu-
loading ...