Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 9.1885

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stellen gedenkt. In der Mitte steht Pan, dessen spitzig zulaufende
Ohren wagrecht abstehen. Er hält das Pedum in der gesenkten
Linken und mit der Rechten die Syrinx an die Brust. Rechts sitzt
ihm zugekehrt ein Hund mit umgewandtem Kopfe; links steht ein
Baum (Eiche?), dessen Blätter eine Ziege hinaufspringend zu er-
haschen sucht.

Reliefplatte, einst im Arcivescovado zu Spalato, jetzt in dem
zum Museum gehörigen Magazin Kattalinic, 046 hoch, 0*32 breit;
oben abgerundet. Es fehlt der ganzen Höhe nach ein Stück links
und das Eckstück rechts; die Oberfläche ist verwittert. In voll-
ständiger Erhaltung gibt es Zaccaria marinora ßalonitana pag. VIII
n. XI, und auch Conze sah es noch 1871 in besserem Zustande.

Pan mit lang zugespitzten Ohren und Hörnern im aufstehenden
Haare, den Kopf dem Beschauer zuwendend, schreitet nach r.
und legt gleich einem Tragholze das mit der Linken gefasste Pe-
dum auf die Schulter, an dessen (jetzt fehlenden) gekrümmten
Ende ein Korb od. dgl. hing. In der erhobenen (ganz abgestos-
senen) rechten Hand hielt er eine (nicht mehr erkennbare) Syrinx.
Ihm voran gingen eine Ziege und ein Hund; erstere wandte den
Kopf zurück. Nur der Hintertheil des Hundes ist erhalten. Unter
der Ziege- stand in regelmässig abgegrenztem Felde die Inschrift
(C. I. 1970): M. Coelius Senilis et Publicia Ingenua posuerunt.

Bruchstück eines Reliefs im Museum zu Spalato, 0*22 hoch,
0'26 breit; rechts und unten gebrochen, mehrfach abgestossen. Pan
bis etwa zu den Lenden erhalten, schritt nach rechts, erhebt die
Linke mit dem Pedum und senkt die Rechte. Sein wie gewöhn-
lich spitz zulaufender Bart ist in Spirallocken künstlich gedreht.
Links sieht man den nach r. blickenden Kopf einer Ziege und dar-
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