Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 9.1885

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Auf seiner rechten Schulter ist mit einem Knopfe die Chlamys be-
festigt. Trotz seiner Stellung im Gentrum der Gomposition ist
Mercur hier doch nur als Gefolgsmann des links stehenden Jupiter
aufgefasst, und deshalb andeutungsweise in sehr flachem Relief ge-
bildet. Zwischen den beiden Figuren rechts, Mars und Kybele,
stehen zwei Beinschienen auf dem Boden.

3. Im Kreuzgange des Klosters S.Francesco (Borgo Grande)
steht wohlverwahrt und durch ein Gitter vor Beschädigungen ge-
schützt der altchristliche Sarkophag mit der Darstellung des
Durchzugs der Israeliten durchs rothe Meer, am besten abgebildet bei
Eitelberger die mittelalterlichen Kunstdenkmale Dalmatiens, Jahr-
buch der k. k. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung
der Baudenkmale Bd. V Taf. XVIII (sehr verkleinert in den kunst-
historischen Schriften Bd IV S. 287). Die Wiederholungen dieser
Darstellung auf Sarkophagen ersehe man aus Le Blant etude sur
les sarcophages chretiens antiques de la ville dü Arles p. 50 [hiezu
Grrousset etude sur Vhistoire des sarcophages chretiens, catalogue n. 74
und 98]; verwandt sind Mosaikbilder (Ciampini vetera monimenta
vol. I tab. LIX) und byzantinische Miniaturen (Bordier description
des peintures et autres ornements contenus dans les rnanuscrits grecs de la
bibliotMque nationale p. 77 u. 113). Die drei Figuren in halb liegender
Stellung unter den Pferden und dem Wagen des Pharao sind Per-
sonifikationen der Localität, von welchen aber nur jene mit dem
Ruder der Legende einer Miniatur aus dem zehnten Jahrhundert
(Bordier a. 1. c. p. 113) zu Folge mit voller Sicherheit als epu0pd
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4. Im Hofe des Hauses Greremia bei S. Spirito ist an der
Freitreppe eine Sarkophagplatte mit der Darstellung des Kampfes
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