Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 9.1885

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ist mit dem unmittelbar unter den Brüsten gegürteten Chiton und
dem über die linke Schulter geworfenen, die Beine einhüllenden
Himation, letztere mit dem gegürteten Chiton mit Ueberschlag be-
kleidet. Links über dem Kopfe der Lyraspielerin wird ein Stück

eines vom Winde aufgeblähten Gewandes sichtbar, das wohl einer
fehlenden Figur angehört hat.. Oben ein unversehrtes Stück des
glatten Randes; darunter AkanthusOrnamente. Die Ausführung ist
ungewöhnlich gut, von gleicher Güte etwa wie das schöne Bruch-
stück im Museum mit den Köpfen des Pan und Daphnis.

7. In Casa Carminatti im Borgo Pozzobuon: Relief auf schmaler
Kalksteinplatte: eine weibliche Figur en face steht auf besonderem
Boden. Sie ist in langem gegürteten Chiton (mit Ueberfall) und
trägt auf dem Kopfe einen Kantharos, dessen Henkel sie mit der
hoch erhobenen Rechten fasst, während ihre gesenkte Linke eine
Falte des Gewandes ergreift. Wohl identisch mit der von Wil-
kinson Dalmatia and Montenegro vol. I p. 142 erwähnten „draped
figure of a ivoman bearing a vase on her head". Eine ähnliche
Figur auf einem Relief im Museum zu Pola.

8. Am Hause des Don Antonio Katic auf dem Wege nach
dem Convento dei Paludi sind folgende Reliefs eingemauert:

Kanephore auf schmaler Kalksteinplatte, unten gebrochen.
Die Figur bis zu den Beinen erhalten, von schmächtigen Körper-
formen, steht in Vorderansicht, und ist mit dem Chiton, der über
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