Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 9.1885

Seite: 160
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Dass die Kentaurenschlacht bei Pholos den Anspruch auf die
Langseite hat, ergibt sich wiederum aus dem Vergleich mit der
Kypsele, wo sie ebenfalls gleich sechs Scenen anzusetzen war. Aus
demselben Kunstwerk lässt sich auch ein Gegengrund gegen eine
etwa rivalisirende Stellung von III6 entnehmen. Haben wir die
Scene richtig gedeutet, so zeigt die Klitiasvase, wie sie zugförmig
ausgedehnt, jenes Monument hinwiederum, wie sie auf den kleinsten
Raum zu einer Scene von zwei Figuren herabgedrückt werden
konnte. Da es, so viel ich sehe, an einem genauer zutreffenden
Analogon fehlt, so möchte ich auf das Minotaurosbild der Berliner
Vase 1698 (unbezeichneter Exekias) verweisen, das durch vier
Jünglinge den Chor der geretteten Opfer andeutet.

Bezüglich des nun folgenden Schemas kann ich auf früher
Gesagtes verweisen.

IV

Leukippidenraub
Tyndareos u. Eurytos
Herakles u, Thurios

4

Herakles Einzug- in d. Olymp

3



5

2



6

1



7

Hermes mit dem
Dionysoskinde

Peleus übergibt Achill
dem Chiron

Eos und Kephalos

und kann nun gleich die beiden noch übrigen anfügen:

V



1 Hochzeit der Harmonia

Achill u. Memnon

2



5

Herakles u. Diomedes

3



6

Herakles u. Nessos

4

VI

7



7

Herakles mit d. Heerde des
Geryoneus

Athena u. Hephaistos

1



4

Herakles u. die Hydra

2



5

Herakles u. Kerberos

3



6

Parisurtheil

Adrast u. Tydeus,
Amphiaraos u. Lykurgos

Hera und Io'

Anaxis u. Mnasinos

Megapenthes und
Nikostratos

Bellerophon und die
Chimaira
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