Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 9.1885

Seite: 165
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gesagt; es erübrigt mir noch hinzuzufügen, dass dieser Dreiverein
nach der Art, wie er aufgeführt wird, ziemlich an die Spitze des
Zuges zu stehen käme.

Wir werfen noch einen Blick auf die Klitiasvase, die uns ja
den monumentalen Anlass zur Umnennung unserer Scene gegeben
hat. Auch dort treffen wir an der entsprechenden Stelle einen
Dreiverein. Alle Namen sind beigeschrieben, wir lassen die der
beiden Seitenfiguren AEM(eTep) und -hAPIKlO für einen Augenblick
verlöschen und neben der Mittelfigur glänzt BE5TI/V allein. Wer
FIPI5 früher Bipic; las, wird mit gleicher Consequenz Gecrna buch-
stabiren und daraus erklärt sich alles Weitere zur Genüge.

Ich glaube demnach, die Hypothese hat ihre Kraftprobe voll
bestanden und damit aufgehört eine solche zu sein. Dass sie neben-
bei noch ein anderes Hinderniss beseitigt hat, dessen wir gar nicht
erwähnten, wie dass der Einzug des Herakles in den Olymp auf
dem Throne ausführlich erzählt ist, und seine Wiederholung hier
also wenig Sinn hatte, war schon durch ihre Aufstellung mit-
bestimmt.

Die einzelnen Werkstücke, die wir in unseren sieben schema-
tischen Figuren reconstruirt haben, fügen sich leicht zu einem
Ganzen zusammen, das uns ein Stück vom Schema des Thron-
baues wiedergibt.

VII5

IV* VI4 IIP

II7 V3 I6

Pausanias dürfte mit der Schilderung der Aussenbilder dort
angefangen haben, wo er mit denen der Innenbilder begann, von
den Tritonen her, also rechts. Da kam zuerst die rechte Armlehne
daran, dann die linke, dann die Rückseite und zum Schluss die
inneren Bildwerke, deren Platz nur an den beiden Armlehnen ge-
wesen sein kann. Die Rückseite bedurfte im Innern keines Figuren-
schmuckes, weil der Coloss sie deckte. Eine ornamentale Ver-
zierung, etwa Thierstreif, bleibt dabei keineswegs ausgeschlossen.
Diesen Gang der Beschreibung sollen die arabischen Ziffern neben
den römischen versinnlichen.
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