Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 10.1886

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3AiTo\\a>viaTeujv), sowie byzantinischen Goldstücken, zeigte man mir
auch einige Inschriften.

1. In der Vorhalle einer Kirche eingemauert, 0*44 h., 1*24 br.,
unregelmässige Züge, die Buchstaben schwarz übermalt:

MHTOKOETAPOYAOY^YEIAE////
AEKMOY KTIEAE T H N n O A IN
MET A THN EKriTÜ E IN KAIE
niEEKEYAEAETOTPITIYAON
KAITHNBAPINAnOAAüNIIHTP

MrjioKoq TapouXou, qpucri be Ackuou Kiicrac; tt\v ttöXiv uera xf]v
eKTTTUjaiv Kai ejr^öOKeuacrac; tö TpiTruXov Kai tt\v ßäpiv, 'AttöXXuuvi
uyrp[w].

Also ein Mann mit ganz thrakischem Namen hat die Stadt
nach einer Katastrophe erneuert. Das pontische Apollonia war
öfters von Umwälzungen heimgesucht. Aristoteles (Politik V, 2, 11;
V, 5, 7 oder p. 1303 und 1309) erwähnt zwei dortige Revolutionen,
die eine bei der Berufung neuer Colonisten in die Stadt, die andere
in Folge der Misswirthschaft einheimischer Oligarchen. Ein arger
Schlag für Apollonia war die Eroberung durch M. Lucullus (72 vor
Chr.), welcher die 30 Ellen hohe Colossalstatue des Apollo, ein
Werk des Kaiamis, aus dem Stadttempel als Trophäe nach Rom
brachte (Strabo 7 p. 319, Plinius h. n. 34 §. 39; Lucullus „Apol-
loniam evertit" schreibt Eutropius 6, 10). Die ektttukTic; mag sich
auf diese römische Eroberung beziehen.

2. In einem Privathause, Grabstein, 0*55 h., 0*3 br.:

<i> I ATATH
ArOAAÜNIAEn

OiXidin 'ATToXXuuvibeuu.

3. In einem anderen Hause, 0'92 h., 0 37 br.

APOAAflN 12
A H M E I O
T Y N H

AttoXXujvic; Armeio(u) yvvr\.

4. In der Aussenwand des neuen Kirchleins des von hier ge-
bürtigen heil. Zosimos, (Zibffiuoq im if\q ßacriXeiac; Tpaiavoö il
>ATroXXujvidöoc; ir\c, ev ZuuEouöXei, Menologium des Kaisers Ba-
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