Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 10.1886

Seite: 208
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(in welchem Verhältniss zu dem dortigen Gabelpunkt der Chausseen
von Philippopel nach dem Hissarbad und Kalofer?). Es ist ein
viereckiger Lagerplatz, mit den 100 Schritt langen Flanken nach
den Himmelsrichtungen orientirt, umgeben von einem 5 M. hohen
Wall (ohne Graben?). An 150 Schritt nördlich davon stehen vier
Tumuli in einer Reihe; in Seldzikovo gibt es Säulenbasen und
Capitäle, die angeblich von dort stammen. Ein zweiter solcher
Lagerwall um die Reste einer Ansiedelung befindet sich südlich
davon, nordöstlich von Strojevo. Einen dritten Wall von ähn-
lichen Dimensionen sah Skorpil nordwestlich von Achievo am
Fuss des Balkans (zwischen Tekke und Sopot), an einer „Staro
Teke" oder „Assarlyk" genannten Anhöhe.

V

S. 104. Die Inschrift von Jeni - Zagra ist auch bei Skorpil
S. 84 zu lesen, ohne bemerkenswerthe Abweichungen, ausser Z. 1:

MHINAKOZI.......

S. 135. Die Burg am Tausantepe bestand noch zur Zeit
der türkischen Eroberung des Landes. Leunclavius, Historiae
musulmanae Turcorum etc. (Frankfurt 1591) S. 276 erzählt nach
einer türkischen Chronik, Sultan Murad I. habe während des Feld-
zuges Ali's nach Bulgarien in Jambol und auf der Burg verweilt
und in der letzteren von seinem Feldherrn den Bericht von dessen
Siegen entgegengenommen: „quum ad aliquid tempus in urbe Jam-
boli substitisset, ex eo loco discedens, ad arcem Tausonlu nomina-
tam se contulerat" (Hammer, Gesch. d. osm. Reiches I2 174 schreibt
Tausli).

S. 136 ff. Der östliche Theil des Walles der „Jerkesija" von
Jakyzly bis zur Tundza ist mittelst einer braunen Linie genau
eingezeichnet in der neuen russischen Generalstabskarte von Bul-
garien und Rumelien in 54 Blättern im Massstab 1 : 210.000 (Blatt
VII 7 Jambol und VII 8 Burgas) ? wo der geradlinige Charakter
der einzelnen Partien klar hervortritt. Ich bin leider erst, als die
vorliegenden Seiten sich unter der Presse befanden, in den Besitz
eines Exemplares dieses schönen Kartenwerkes gelangt. C. J.

Herr Professor Pomialowsky von der St. Petersburger Univer-
sität hat die grosse Freundlichkeit gehabt, mich brieflich davon
zu unterrichten, dass die oben S. 103 von mir behandelte metri-
sche Inschrift kurz vorher schon in der russischen Zeitschrift
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