Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 10.1886

Seite: 214
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A Fig. 5. Kalkstein, auf dem Marktplatze in Pozega, nach
der zuverlässigsten Angabe aus der Ruinenstätte von Vissi-Baba
herrührend, 0*75 1., 0*52 br., 0*67 h. Die Kline des Mannes im
Hauptfeld hat ganz gleiche geschwungene Seitenlehnen. Was der
Reiter in der L. hält, sieht einem Bogen eher als einer Gerte gleich.
Von den beiden Männern auf der anderen Schmalseite hält der zur
Rechten in der 1. Hand einen Stift, in der andern eine Schreibtafel.
Die Attribute des Anderen waren mir trotz ihrer deutlichen Form
unverständlich.

Fig. 6.

B Fig. 6, röthlicher marmorartiger Stein, in der Kirche zu
Karan als Sitz verwendet, wodurch die Oberfläche glänzende Politur
erhalten hat, 0*64 1., 053 br., 0*51 h. Ein viereckiges Dübelloch
mit Gusscanal zeigt, dass die Oberfläche einen Aufsatz trug. Der
gelagerte Mann hält in der R. einen Trinknapf, in der L. vielleicht
ein zweites trinkhornartiges Gefäss. Die sitzende Frau scheint mit
der r. Hand einen eigrossen Gegenstand zu halten. Dem Reiter
flattert im Rücken die Chlamys.

C Fig. 7. Kalkstein, als Untersatz eines Haupttragbalkens des
Stalles bei der Mehane (Wegschenke) von Kremna verwendet, mit
der Hauptseite, die vielleicht abgearbeitet, auf dem Boden liegend;
die linke Seite, welche hier den Reiter trägt, nach aussen, die
rechte nach innen gekehrt, so dass ich sie nur sehen konnte, indem
ich mit einer Laterne unter den Boden des Gebäudes kroch. Die
davon aus dem Gedächtniss gemachte Skizze dürfte dennoch im
Wesentlichen treu sein. Die Erhebung links neben der Hand
des Mannes schien mir eher von der Randleiste als von einem
Attribut seiner Rechten herzurühren. 0*53 1., 051 br., 0*77 h.
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