Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 11.1887

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Nachdem diese Arbeit beendet war, wurde noch mit der hier
freiwerdenden Arbeitereolonne eine Sondirung in Deutsch-Altenburg
zunächst der sogenannten Mühlgartenmauer vorgenommen. Die
Grabungsstelle liegt östlich vom Lager, wo das Terrain gegen den
Palffygarten abfällt. Die Grabung konnte hier nur begonnen, aber
in Folge des bald eingetretenen Winters nicht zu Ende geführt
werden. Im Ganzen lässt der Charakter der hier in der Erde ver-
borgenen Reste ein günstiges Resultat erwarten. Die Räume treten
durch den Umstand, dass die Mauern grösstenteils noch über das
Niveau der Schwellensteine reichen, deutlicher in ihrem Zusammen-
hange hervor, die Mauern sind solider construirt als im Lager und es
mangelt der Aufschüttung nicht an einer Fülle von zu den Bauten
gehörigen Bruchstücken und Ziegeln. Die Zerstörungsschichte ist hier
im Ganzen höher und unberührter geblieben als im Lager. Auch
die grösseren Dimensionen und die Formen der Räume stellen für
die nächstjährige Thätigkeit hier ein dankbares Gebiet der Forschung
in Aussicht.

ALOIS HAUSER

II

Inschriften

1. Ära aus Sandstein, h. 0 69, br. 0 36, d. 0'26; r. der Genius
Centuriae, 1. ein Füllhorn. Gef. auf der Burg.

DIS- D ABVS
ET • G 7 E V S
L • C A. V E »
VICTOR
5 OPTIO-D-
• D -

Dis d(e)abus et G{enio centuriae) eins L. G'alven(tius) Victor
optio d(ono) d(edit).

2. Ära aus Sandstein, h. 0-66, br. 0'35, d. 037. Gef. auf dem
Gräberfelde.

I O M

SA C RVM
Sic CLMRCEL
SIC LVS-MEL
5 -EGXIÜ!
V S L M
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