Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 11.1887

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Abschied erhielt, bei der damals noch zwanzigjährigen Dienstzeit
nicht vor Vespasian ins Heer getreten sein. Ueberhaupt erseheint
es wahrscheinlich, dass der Ausschluss der Italiker vom Legioris-
dienst im Zusammenhange steht mit der Einführung der örtlichen
Conscription durch Hadrian. Vgl. auch meine Bemerkungen „die
Fahnen im römischen Heere" S. 31 Anm. 1.

10. Grabstele mit Giebel, h. 0'91, br. 0-57. Im Tympanon ein
Schild mit zwei Lanzen. Gef. auf dem Pfarracker bei Petroncll,
jetzt im Schlosse des Grafen Traun..

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(SG-XVAPO

Z. 3: Das o ist mit d ligirt.
Z. 4: Hev,po — Heliopolis?

11. Tafel aus Kalkstein, gef. auf dem Gräberfelde.

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C O L A P - \

c h o T v l r

AN- V L • S T P/
5 H• S - E - PRe/

. . . Lijccai [fil(ius)] Colap(ianus) [niil(es)7] cho(rtis) I Ulpiiae)
[Pan(nonioi-um)] an{norum) VL st(i)p(endiorum) .. . li{ic) s(itus) $(&t)
Prec[io?] Ta____

Liccaius als pannonischer Name bezeugt in der Inschrift C.
I. L. III, 3224: . ... cemaes Liccavi f. Amantinus; vgl. Mommsen
z. St. Die Colapiani wohnen nach Plinius n. h. 3, 147 im Thale
der Save. Die cohors I Ulpia Pannoniorum war, soweit wir sehen
können, immer in Pannonia swperim stationirt, vgl. C. I. L. III
p. 1152. Precio als pannonischer Name auch in der Inschrift C.
I. L. III, 3400: Terso (?) Precionis f. 3coi'disc(^us) Die Ergänzung
eines peregrinen Namens wird durch den Stil unserer Inschrift nahe
gelegt.
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