Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 11.1887

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Z. 1: Der Mittelstrich des e ist nur durch die Farbspuren
erkennbar. — Z. 2 der erste Buchstabe war vielleicht h. — Z. 2
u. 3: Vielleicht cor[nicen ex coli. n]ova Chal(cidenorum).

16. Tafel aus Sandstein, h. 047, br. 0'36. Gef. auf dem
Pfaffenberg.

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Von einer Ergänzung dieser schwer zu deutenden Reste habe
ich Abstand genommen, da Baron Ludwigstorff am Fundorte Nach-
grabungen veranstalten wird. Der Pfaffenberg ist die höchste Spitze
des Hundsheimerberges. Auf diesem beherrschenden Punkte hatten
die Römer ein Castell errichtet, in welchem zu Zeiten auch eine
Vexillation der 14. Legion stationirt gewesen ist, wie bereits die
Inschrift Eph. epigr. IV n. 520 erkennen Hess.

17. Tafel aus Sandstein, gef. auf dem Burgfelde; bei Baron
Ludwigstorff.

Schreitender Stier
in einer Aedicula

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p.p.

Die Münzen des Gallienus (vgl. „Die Fahnen im römischen
Heere" S. 55) zeigen den Stier als Fahnenthier der legio X gemina.
Die religiöse Verehrung der Signa erstreckte sich auch auf diese
Thiere und sie findet ihren Ausdruck in diesem von der gesammten
Legion- errichteten Votivrelief.

A. v. DOMASZEWSKI
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