Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 11.1887

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VIII. SiÜStria (Durostorum).

10. Grabschrift aus Kalkstein; sammt den folgenden drei bei
der Niederreissung der Festungsmauern von Silistria gefunden.
H. 0-55, br. 0-6, d. 0-18.

ltattIvs a q_v E b

CORN - T RIB - LEO

■XI- C L -
Q_- CARMATVS
5 FELIX - PATRO
fej^O ■ B E N E -ME

Etwa [Q. Carmaeus] Lae[t]us A(quis) Quer(quernis) (?), corn(i-
cularius) trib(uni) leg{ionis) XI C'l(audiae); Q, Carma[e]us Felix
patrono bene me\renti posuit].

11. Tafel aus Kalkstein, jetzt im Museum zu Bukarest. H. 085,
br. 0-71, d. 014. Ueber der Inschrift soll ein Ornament oder eine
Sculptur angebracht gewesen sein 5 leider wurde der Stein oben
und unten abgeschnitten, um als Baustein zu dienen. Die Inschrift
ist von einem einfachen Rahmen umschlossen. Die Form der Buch-
staben weist auf das 3. Jahrhundert.

D m

VALERIO - MARCO

MIL-LEGXI-CL-O-VI

XIT-AW-XLV-STP
5 XXVI-AVRELIA

FAVSTINA-CONIV*

ET FBRES • VNACV«

VALERHS • DECIBAL"

"E - SEICIPERE - "E-MAMV
10 TZIM-Ti - MACAR1A-

•E-MATIDIA-FILIIS

SVIS - MARITO - PIEN

Das kleine m am Schluss von Z. 8 soll vielleicht eine Ligatur
von v und m sein.

Von den barbarischen Namen dieser Inschrift ist Decibalus
aus der Literatur und aus Inschriften (z. B. C. I. L. III, 4150; VII, 866
— 539) bekannt; Seiciper und Mamutzis erscheinen hier wohl zum
ersten Mal.
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