Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 11.1887

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mit den Strategen, als Antragsteller erscheinen. — [Der in unserem
Decret geehrte Architekt Epikrates, Sohn des Nikobulos aus Byzanz,
scheint sonst nicht bekannt zu sein. Wie er aus Byzanz von dem
Gesandten Eupolis geholt wurde, ist ähnlich nach der Urkunde
C. I. Gr. n. 2158 (vgl. Untersuchungen auf Samothrake II S. 113) in
Folge einer Gesandtschaft ein Architekt von Kyzikos nach Samo-
thrake gesendet worden. Auch der Z. 13. 14 erwähnte TTÖXeuoc;
OXaiiKÖc;, der während der Anwesenkeit des Epikrates gemeldet
wurde, scheint unbekannt zu sein, und selbst der Name ist für uns
unverständlich. A. d. R.]

XXIII. Karanasib.

142. Sandstein, der als Fuss des Altars in der Kirche des
Dorfes Karanasib dient. Spätere Schrift. Links und rechts ist der
thrakische Reiter' mit vom Winde gehobenem Mantel dargestellt.
Ein Baum steht gegenüber. H. O80, br. (HO, d. O40.

aionycioc kai h Aiovucnoc; Kai 'H-

poaujpocoi pöbtupoc; oi

catypiujnoc Zaiupiujvoq

kai aptemialup Kai 'Apieuibaip-

5ocaionycioy oq Aiovuoiou

tosptontoy tö epxov tou

abituupioykai äßlTUjpioil Ka[f]-

ecK€yacan£k effKeüaffav ek

tuun iaiujnthkuj tujv IblUJV tt) kuj-

10 mh YnEP mahetpat Urj UTTEp Ua^fIffTpaT-

hc ns

[Das dßiTuupiov in Z. 7 wird wie das paTiffTpäinq in Z. 10. 11
ein lateinisches Wort sein, abitorium ist bisher nicht belegt; die
Bedeutung des von abire abgeleiteten Wortes ist wohl die gleiche
wie in der deutschen Sprache des von dem entsprechenden Worte
abtreten gebildeten. A. d. R.]

XXIV. Meilensteine.

143. Meilenstein, gef. in der Umgegend von Cernavoda; jetzt
im Museum zu Bukarest. Höhe 2*10, Umfang 1-20, Durchm. .0'35.

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