Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 11.1887

Seite: 76
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Gamlitz.

17. In dem von Prof. Franz Ferk gegründeten und nach ihm
benannten Localmuseum befindet sich vorläufig im Hofe aufgestellt
— wie mir der Custos des Museums, Hr. Lehrer Kernreich, sagte,
soll der Stein an der Kirche eingemauert werden — ein auf dem
sogen. Fuchskogel, westl. von Gamlitz, gelegentlich einer von Prof.
Ferk veranstalteten Ausgrabung am 2. September 1884*) gefundener
Grabstein aus krystallinischem Kalk. Oberhalb der Inschrift in
einem Giebeldreieck ein Adler, zu beiden Seiten des Giebels je ein
Löwe, unter demselben in der Mitte zwei einander zugewandte
Köpfe, rechts und links nach aussen gekehrte Greifen. H. 2-24,
br. U'93; Inschriftfeld h. l'l 1, br. 075; unter der Inschrift ein leerer
Raum von 0-43 Höhe. Hübsche Schrift des 2. Jahrh., sehr schwach
eingehauen.

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c l eistoani
ap pi a • brigia
stater ■ fecit
5 av

Der Name Brigia auch C. I. L. III n. 5408.

Cilli, im Museum.

18. Inschriftstein aus Bacher-Marmor, schöne Schrift, h. 059,
br. 0-23, d. 0-48; Inschriftfeld h. 0-39, br. 0-23. [War vorher im
Hause Nr. 125 Herrengasse, nach einer von der Central-Commission
für Kunst- und historische Denkmale uns mit einem Abklatsch
übermittelten Mittheilung des Herrn Bergrath Riedl. A. d. R.]

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I(ovi) o(ptimo) m[aximo] L. Lott{ius) Feli[x] et M(arcia?) Bonil\a
c(oniunx)] eins pro s[e] et suis omnibus v(otum) s{plverunt) Kibentes)
m(erito).

Am Schlüsse von Z. 4 u. 5 noch geringe Spuren des s resp. m.

*) Vgl. den Bericht in der Grazer „Tagespost" (Morgenblatt) vom 6. Sep-
tember 1884.
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