Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 11.1887

Seite: 77
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1887/0089
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
77

19. Fragment aus Sandstein, gef. beim Bau des Theaters.
Schlechte Schrift, stark verwittert; rechts vollständig; h. 0'17,
br. 0-32, d. 0-13. [Vorher mit n. 18 durch Herrn Riedl mitgetheilt.]

(S -OSICV-
EGETIO NI • F
AN - XXXV

Z. 1 : Der Rest des ersten Buchstaben scheint eher einem b
als einem s anzugehören, dann folgt ein Punkt. Der Name der
Bestatteten scheint Osicu zu sein; Sicu als Frauenname begegnet
C. I. L. III 707. — Z. 2 vermuthet Prof. Tomaschek [Br]egetioni
fiilia).

20. Ziegel:

1) liig n italica in drei Exemplaren

pompii-anv

2) LEQ II ITA

O) LEG II ITALf „ ~ T _ ____ .

; I cfr. C. I. L. III n. 5757, 4.

Q_I N T I A Nj

4) C- 1VL1

Laibach, im Museum.

21. Marmorfragment, gef. nach einer von Herrn Dr. j. Binder
der Redaction dieser Zeitschrift geschickten Notiz Ende Mai 1885
gelegentlich einer baulichen Aenderung an einem Hause am Domplatz
in Laibach; h. 0-.385, br. 0-335, d. 6-20.

m

I V L I

^ivnati ■ InnlV ■ ET

[D{is)] m(anibus) . . Iuli [For]tunati VI v{iri) et [pat,r(oni) oder
mag(istri) col]legi navicular{iorum).

Schifferinnungen bestanden sowohl in Rom und Italien, als
auch allenthalben in den grösseren Provinzstädten; unsere Inschrift
ist die erste, die auch für diese Gegend ein solches (Jolleg nach-
weist. Dasselbe dürfte auf der Save seinen Betrieb und in Emona
seinen Sitz gehabt haben. Es ist danach vielleicht zu vermuthen,
dass das Gebiet von Emona sich bis an den Savus erstreckt habe.
loading ...