Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 11.1887

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von ponte Molle seine Entscheidung fand und der bei den Schriftstellern
ausdrücklich als bellum civile bezeichnet wird; z. B. bei Eutrop
10, 4: Constantinus .... bellum adversus Maxeniium civile comrnovit,
und in der ein Jahr nach der Schlacht geschriebenen Schrift de
mortibus -persecutorum c. 44: Iam mota inter eos fuerunt arma civilia.

6. Grabstein, unten gebrochen, jetzt h. 059, br. 0 40, d. 0-17.
Oben ein Giebel, an dessen Spitze ein Gesicht (Medusa?) darge-
stellt ist, zu beiden Seiten eine halbe Palrnette. Die Inschrift ist
durch eine der Höhe nach gemeisselte, 2l/„ Cent, tiefe Rinne ver-
stümmelt.

D

VITA l i o iv
D V l C I S S

c o n i v q

VIXIT AN •>
EICRESCEI
ON I IN FELIC

d. [wi.] Vitalion\i] dulciss[im]o coniug[i qu]i vixit an{nis) X..I,
et Cresce[nt\ioni infelic\i~\. — In Z. 5 würde dem Raum nach xxi
oder xli oder xlii möglich sein.

7. Bruchstück, h. 0-20, br. 018, d. 0'12. Nach Zeichnung von
Herrn Striegl.

V I S h N N

V S H

Nach der Zeichnung sind in der letzten Zeile der erste und
dritte Buchstabe nicht sicher verständlich. Das v zu Anfang hat
noch einen Ansatz, der es einem n ähnlich macht, aber vielleicht
zufällig ist. Sollte gemeint sein ris(it) [für vix{it)] annus L ?

Einige Bruchstücke, die nicht mehr als drei Buchstaben ent-
halten, sind ausgelassen.

E. B.

Zu griechischen Inschriften

Im Aprilhefte des Bull, de corr. hell, hat Herr G. Pougeres
(S. 253—55) eine von ihm auf Delos gefundene Weihinschrift ver-
öffentlicht, welche auf der Basis einer nicht mehr vorhandenen
Statue des Simalos von Salamis eingegraben ist. Das prosaische
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