Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 11.1887

Seite: 126
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ARRET- CLVS- - Jöm-THkABJMVL- iRB TET CL NOV ■ CL -VET •

VOLS-
VOLAT
VETVL
VOLC-
TARQ.-

CAER- VOLS

CORT' VOLAT-

PERVS- VETVL-

POPVL- VOLC-

RVS- TARO

CAER-
COBT-
PERVS-
POPVL'

BVS-

Man sollte aber doch voraussetzen, dass die Reihe entweder
an der rechten oder linken Vorderecke des Thrones begonnen und
hinten herum bis an die andere Ecke sich fortgesetzt hätte, nicht
aber, dass sie an der Rückseite begann, sich auf einer Nebenseite
fortsetzte und durch die Vorderseite unterbrochen wurde, um auf
der anderen Nebenseite zum Abschluss zu kommen.

Dieser Verstoss gegen die natürliche Angemessenheit wird,
so viel ich sehe, vermieden bei der Annahme eines Sockels oder
Altars, der auf zwei entgegengesetzten Seiten parastadenartige Vor-
sprünge hätte. Die Anordnung wäre dann, je nachdem man 12
Gestalten annimmt oder 15:

PERVS
CORT-
CAEPl-
CLVS-
ARRET-

POPVL RVS'

TARQ.

CLVET.

VOLC'

CLNOV

VETVL*

ARKra

VOLAT-

.ASRIFL

VOLS-

ARHTID.

CAER.- CORT' PERVS- POPVL- RVS

Aber auch für diese Anordnung muss ich bekennen, dass es
meines Wissens an einer Analogie für einen derartig gestalteten
Grundriss eines Altars oder einer Basis fehlt*).

*) Die dritte Erörterung, über die Praefeetura Claudia Foroelodi, deren Inhalt,
ich gleichfalls im Wesentlichen in der Sitzung des archäologischen Instituts am
1. April vorgetragen habe, soll im nächsten Hefte nachfolgen. Veranlasst war sie
durch eine vor kurzem gefundene und damals noch ungedruckte Inschrift, die ich
in Band XI des Corpus noch habe als n. 3310 a einschieben können, und die seit-
dem von Gatti bull. com. di Roma 1887 p. 105 und notizie degli scavi 1887 p. 107
herausgegeben worden ist.
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